
Im Rahmen des Englischunterrichts nahm die 11d unserer Schule an einem spannenden und lehrreichen Workshop zum Thema „Postcolonial Developments in Kenya“ teil. Der Workshop wurde vollständig auf Englisch durchgeführt und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse in einem authentischen Kontext anzuwenden und gleichzeitig ihr globales Verständnis zu erweitern.
Mit Frau Luisa Schmidt, die sich als Bildungsreferentin im Programm „Bildung trifft Entwicklung“ des „Eine Welt Netzwerk Bayern“ engagiert, konnte eine studierte Politikwissenschaftlerin als Leiterin des Workshops gewonnen werden, die noch zudem auf einen einjährigen Aufenthalt in Kenia im Rahmen eines Freiwilligen Dienstes zurückblicken konnte.
Neben einer anfänglichen „Abfrage“ der Vorkenntnisse der Schüler und Schülerinnen über Positionieren im Raum wurde das Land zunächst geographisch verortet. Ein Rückblick auf das Wirken unterschiedlicher kolonialen Kräfte und Widerstand dagegen in Afrika schloss sich dem an. Der weitere Fokus lag auf der nachkolonialistischen Zeit (seit der Unabhängigkeit im Jahre 1963) und auf aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen.
Dann wurde die kulturelle Vielfalt Kenias thematisiert. Frau Schmidt gab Einblicke in verschiedene Aspekte kenianischer Kultur und erzählte z.B. vom kenianischen Nationalgericht „nyama choma“ und vom Alltag in der Arbeit mit kenianischen Schulkindern, die alle unterschiedliche Muttersprachen sprechen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren so von den unterschiedlichen ethnischen Gruppen und Sprachen (68!) Kenias und diskutierten, wie kulturelle Identität im postkolonialen Kontext neu verhandelt wird. Hierzu bekamen die Jugendliche kleine Texte mit Aufgaben zugeteilt, die dann auf einem Padlet zusammengefasst wurden. Besonders interessant war der Austausch über moderne kulturelle Ausdrucksformen im Bereich der Musik und Literatur – am Beispiel des Rappers Jua Cali oder des Schriftstellers Ngugi wa Thiong’o.
In puncto Wirtschaft erfuhren die Schüler über Kenias Exportschlager wie Rosen, Kaffee und andere Produkte. Die Lernenden analysierten die Rolle Kenias als eine der führenden Volkswirtschaften Ostafrikas, beschäftigten sich mit Themen wie Globalisierung, Tourismus, Landwirtschaft und dem wachsenden Technologiesektor („Silicon Savannah“). Frau Schmidt berichtete u.A. davon, dass Kenia Vorreiter des digitalen Wandels ist und z.B. bargeldloses Bezahlen über das Bezahlsystem „mpesa“ schon seit vielen Jahren Standard ist.
Der Workshop zeichnete sich durch eine interaktive und abwechslungsreiche Gestaltung aus. Frau Schmidt erzählte Episoden aus ihrer eigenen Zeit in Kenia, berichtete von Erfahrungen ihrer afrikanischen Freunde und beantwortete geduldig Fragen zu Migrationstendenzen, Verkehr, Tierwelt und Gesundheitsversorgung.
Insgesamt bot der Workshop eine wertvolle Gelegenheit, interkulturelle Kompetenzen zu stärken, das Leben in Afrika mit der eigenen Lebenswelt abzugleichen, globale Zusammenhänge besser zu verstehen und die englische Sprache praxisnah anzuwenden. Die 11. Klasse zeigte großes Interesse und Engagement und konnte viele neue Erkenntnisse gewinnen. Herzlichen Dank an Frau Schmidt und bte Bayern.
Katrin Klamt
Im Rahmen des Englischunterrichts nahm die 11d unserer Schule an einem spannenden und lehrreichen Workshop zum Thema „Postcolonial Developments in Kenya“ teil. Der Workshop wurde vollständig auf Englisch durchgeführt und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse in einem authentischen Kontext anzuwenden und gleichzeitig ihr globales Verständnis zu erweitern.
Mit Frau Luisa Schmidt, die sich als Bildungsreferentin im Programm „Bildung trifft Entwicklung“ des „Eine Welt Netzwerk Bayern“ engagiert, konnte eine studierte Politikwissenschaftlerin als Leiterin des Workshops gewonnen werden, die noch zudem auf einen einjährigen Aufenthalt in Kenia im Rahmen eines Freiwilligen Dienstes zurückblicken konnte.
Neben einer anfänglichen „Abfrage“ der Vorkenntnisse der Schüler und Schülerinnen über Positionieren im Raum wurde das Land zunächst geographisch verortet. Ein Rückblick auf das Wirken unterschiedlicher kolonialen Kräfte und Widerstand dagegen in Afrika schloss sich dem an. Der weitere Fokus lag auf der nachkolonialistischen Zeit (seit der Unabhängigkeit im Jahre 1963) und auf aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen.
Dann wurde die kulturelle Vielfalt Kenias thematisiert. Frau Schmidt gab Einblicke in verschiedene Aspekte kenianischer Kultur und erzählte z.B. vom kenianischen Nationalgericht „nyama choma“ und vom Alltag in der Arbeit mit kenianischen Schulkindern, die alle unterschiedliche Muttersprachen sprechen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren so von den unterschiedlichen ethnischen Gruppen und Sprachen (68!) Kenias und diskutierten, wie kulturelle Identität im postkolonialen Kontext neu verhandelt wird. Hierzu bekamen die Jugendliche kleine Texte mit Aufgaben zugeteilt, die dann auf einem Padlet zusammengefasst wurden. Besonders interessant war der Austausch über moderne kulturelle Ausdrucksformen im Bereich der Musik und Literatur – am Beispiel des Rappers Jua Cali oder des Schriftstellers Ngugi wa Thiong’o.
In puncto Wirtschaft erfuhren die Schüler über Kenias Exportschlager wie Rosen, Kaffee und andere Produkte. Die Lernenden analysierten die Rolle Kenias als eine der führenden Volkswirtschaften Ostafrikas, beschäftigten sich mit Themen wie Globalisierung, Tourismus, Landwirtschaft und dem wachsenden Technologiesektor („Silicon Savannah“). Frau Schmidt berichtete u.A. davon, dass Kenia Vorreiter des digitalen Wandels ist und z.B. bargeldloses Bezahlen über das Bezahlsystem „mpesa“ schon seit vielen Jahren Standard ist.
Der Workshop zeichnete sich durch eine interaktive und abwechslungsreiche Gestaltung aus. Frau Schmidt erzählte Episoden aus ihrer eigenen Zeit in Kenia, berichtete von Erfahrungen ihrer afrikanischen Freunde und beantwortete geduldig Fragen zu Migrationstendenzen, Verkehr, Tierwelt und Gesundheitsversorgung.
Insgesamt bot der Workshop eine wertvolle Gelegenheit, interkulturelle Kompetenzen zu stärken, das Leben in Afrika mit der eigenen Lebenswelt abzugleichen, globale Zusammenhänge besser zu verstehen und die englische Sprache praxisnah anzuwenden. Die 11. Klasse zeigte großes Interesse und Engagement und konnte viele neue Erkenntnisse gewinnen. Herzlichen Dank an Frau Schmidt und bte Bayern.
Katrin Klamt