Schulleben

Ein Videodreh in lateinischer Sprache – echt jetzt?!

Auch in diesem Schuljahr findet am RWG im Rahmen der regionalen Begabtenförderung Oberfranken wieder ein Kurs zum Thema Latein/Alte Geschichte statt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Bedeutsamkeit der lateinischen Sprache genauer zu betrachten.
So haben sich seit dem letzten Durchgang im vergangenen Jahr einige sprachentalentierte Schüler/-innen des RWG, aber auch von weiteren Schulen in Bayreuth sowie der Umgebung (Pegnitz, Bamberg, Münchberg) zusammengefunden, um an besonderen Kurstagen der oftmals gestellten Frage nachzugehen, wozu Latein denn heute eigentlich noch von Nutzen ist. Schnell kam innerhalb der illustren Runde die Idee auf, die Nachforschungen zu diesen Überlegungen zeitgemäß innerhalb eines gleichermaßen anschaulichen wie auch lehrreichen Video-settings zu ‚verpacken‘ – gesagt, getan!

So entstand bereits im Vorjahr das Konzept in Form eines sorgsam aufgesetzten Skripts zum Kurzfilm, der als Grundidee die Thematik einer Zeitreise eines traditionellen Römers in die heutige Alltagswelt aufgreift.

Schnell stellt unsere Römerin – absolut stilecht verkörpert von Marike in standesgemäßer Kleidung 🙂 – dabei fest, dass die eigene Sprache irgendwie doch fast so klingt, wie ihre ‚romanischen Nachfahren‘…da braucht es also eigentlich fast keinen Dolmetscher mehr (auch wenn es die in-ear-Kopfhörer – lat. conchae auditoriae – im Technikshop von Nebenan kostenlos zur Reise durch die Welt der modernen Sprachen dazu gibt): Und ab geht der wilde ‚Ritt‘ durch die verschiedenen Sprachen, die hier – zugegebenermaßen – etwas klischeehaft überspitzt dargestellt werden: Schließlich soll und darf man als Zuschauer ja auch die stereotypen Charakteristika der jeweiligen Nation erkennen – ein leichtes Augenzwinkern bleibt dabei stets mitgedacht!
Die ‚aus der Zeit gefallene Römerin‘ kommt dabei pünktlich zur tea time in Kontakt mit hilfsbereiten Engländern und erfährt im Zusammentreffen mit Italienern einiges über la dolce vita; über ein Fußballspiel entsteht u.a. die Freundschaft mit Spaniern, die nebenbei zum Tapas-Essen einladen, um schließlich festzustellen, dass man im Fußball-Trikot wohl kaum adäquat bekleidet die Festspiele wird besuchen können – wie gut, dass hier im Nu Modeexperten aus dem Nachbarland Frankreich zu Hilfe eilen! Somit spricht sich das Video am Ende für ein gemeinsames, tolerantes Miteinander vor malerischer Kulisse der Wagner-Stadt Bayreuth aus, das ohne jegliche Sprachbarrieren funktioniert.

Die bisherigen Kurstage in diesem Schuljahr wurden nach intensiver Vorarbeit (inkl. Übersetzungen in 5 Sprachen!) nun dazu genutzt, das Skript technisch in Videosequenzen zu übertragen – was aufgrund von Finjas herausragenden Blicks für das Wesentliche bisher hervorragend gelungen ist. Ein ganz besonderer Dank gebührt bereits an dieser Stelle auch Lukas, der äußerst versiert in allen technischen Bereichen ist.

Für mich als Kursleiterin ist es sehr schon mitanzusehen, wie der zielführende Einsatz von iPads, Aufnahme- sowie Schnittprogrammen fast schon zu einer Selbstverständlichkeit für alle Teilnehmenden geworden ist. Es ist auch vonseiten der Lehrkraft äußerst bereichernd, gemeinsam mit allen Schüler/-innen miterleben zu dürfen, welch tolles und auch vielfältiges Endprodukt durch den motivierten Einsatz aller Beteiligten sicherlich entstehen kann – so sind wir alle schon sehr gespannt darauf, wie unser Kurzfilm in der fertigen Version aussehen wird.
Ihr seid ein wirklich super Team, vor dessen Gemeinschaftsleistung ich großen Respekt habe – optime fecistis! 🙂

S. Track

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