Schulleben

Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit

Weihrauchduft erfüllt am Mittwoch nach den Weihnachtsferien die Gänge und Räume des RWG. Er kündigt hohen Besuch an: Die Heiligen drei Könige sind wieder unterwegs. Weihrauch – ein kostbares Harz, das an christlichen Hochfesten entzündet wird, war neben Gold und Myrrhe schon eines der Geschenke, die die drei Sterndeuter aus dem Osten dem neugeborenen Jesuskind brachten. Ein Stern hatte ihnen die Geburt eines Königs angezeigt und so hatten sie sich seinem Licht folgend auf die Suche gemacht. Gut, bei dem Duft scheiden sich die Geister, aber für viele gehört er eben dazu … zum feierlichen Anlass.

Die Aktion hat am RWG mittlerweile schon eine recht lange Tradition. Zum 8. Mal fand sie nun statt, erfreut sich großer Beliebtheit und motiviert auch immer mehr Schülerinnen und Schüler sich zu engagieren. In diesem Jahr waren es 24 Mädchen und Jungen, die gute Wünsche fürs neue Jahr und den Segen 20*C+M+B+26 in die Klassen brachten. Über diese hohe Zahl engagierter, junger Menschen freuen wir uns riesig. Zeigt sie doch, dass da eine neue Generation heranwächst, der die Ungerechtigkeiten unserer Welt keineswegs egal sind. Die Sternsingeraktion ist nämlich auch eine Spendenaktion, zu der das Kindermissionswerk jährlich aufruft. In diesem Jahr wandte sie sich unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ dem Problem der Kinderarbeit zu. Millionen von Kindern weltweit haben aufgrund der Armut der Eltern keine Chance auf Bildung, weil sie, um ihre Familien zu unterstützen, arbeiten müssen, anstatt in die Schule zu gehen. Gute Zukunftschancen sehen anders aus, v.a. weil die Arbeitsbedingungen nicht selten gesundheitsschädlich sind.

Daher gilt euch, liebe Sternsinger und Sternsingerinnen, unser großes Dankeschön. Ihr habt das großartig gemacht. Ihr habt euren Mitschülern eure Zeit geschenkt, ihnen den alten Brauch näher gebracht und 826,76 Euro an Spenden gesammelt. Diese haben wir an die St.-Hedwig-Gemeinde übergeben, die das Geld ans Kindermissionswerk weiterleitet und uns – wie jedes Jahr – mit Kostümen und allen weiteren Utensilien unterstützt hat. Auch an das Hedwigsteam ein herzliches „Vergelt’s Gott“ und vielen Dank für die Einladung zum Essen mit den restlichen Sternsingern der Gemeinde!

Und weil er einen ganz besonderen Dank verdient, geht das letzte Dankeschön an Tim, der keine Angst vor Rauchmeldern kennt und uns den ganzen Tag begleitet hat, um das Weihrauchfass zu bändigen. Ohne den Duft, wär‘s nicht so stimmungsvoll gewesen.

Die Fachschaft Katholische Religion

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