Schulleben

Aufenthalt in Pardubice vom 8. bis 15. April 2024

Der Montag nach den Ferien begann für die am Austausch teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in der Schule. Nachdem die ersten fünf Stunden Unterricht am RWG überstanden waren, ging es endlich los. Gegen 14.00 Uhr begann die Reise mit dem Flixbus. Am Nachmittag kamen wir in Prag an. Danach fuhren wir mit dem Zug nach Pardubice, wo wir schon von unseren Gastfamilien erwartet wurden.

Nach der ersten Nacht bei den Gastfamilien ging es am darauffolgenden Morgen richtig los mit der von der deutschen und tschechischen Schule durchgeplanten Woche: Zuerst trafen wir uns alle im Gymnasium Pardubice, welches wir entweder mit dem Bus, dem Zug oder zu Fuß erreichten. Nachdem alle angekommen waren, wurden wir zuerst freundlich durch den Schulleiter des Gymnasiums begrüßt. Anschließend erhielten wir durch einige unserer Austauschschüler eine tolle Führung durch das Schulhaus – auf Deutsch! Nach dieser Einführung ging es dann richtig los: Wir alle besuchten den Unterricht unserer Austauschpartner in dem wir verschiedene Eindrücke in tschechischen Unterricht gewinnen konnten, sei es der Matheunterricht, der sich gar nicht so sehr von unserem unterscheidet, oder der Musikunterricht, der schnell zum Tanzunterricht wurde.

Nach einer kurzen Stärkung in der schuleigenen Mensa, startete die Sprachanimation, ein Programmpunkt, den wir schon aus dem Bayreuther Programm kannten. Hierbei lernten wir in drei Stunden mithilfe von verschiedenen Kennenlernspielen nicht nur die Sprachen, sondern auch uns als Gruppe gegenseitig besser kennen. Am Nachmittag verließen wir dann die Schule, um an einer Stadtführung durch die Altstadt Pardubices zu erhalten. Bei schönstem Wetter lauschten wir der Entstehungsgeschichte der Stadt. Am Grünen Tor endete dann das offizielle Programm vom Dienstag. Viele blieben auch danach noch mit ihren Austauschschülern in der Stadt und genossen den Abend mit seinen angenehmen Temperaturen.

Zitternd warteten wir am Mittwochmorgen am Bahnhof auf unseren Zug nach Prag, doch der eisige Wind konnte uns nicht unsere Vorfreude auf die Hauptstadt Tschechiens nehmen. Dort angekommen schien auch schon wieder die Sonne und wir machten uns auf den Weg zur Prager Burg. Erst einmal durften wir uns selbst umsehen, bevor dann unsere Tour durch die Burg und die damalige Stadt, nach der Prag benannt wurde, begann. Erstaunte Ausdrücke bildeten sich auf den Gesichtern, als wir erfuhren, dass der Prager Dom in seinem gotischen Stil erst vor etwa 100 Jahren fertiggestellt wurde. So liefen wir das ganze Gelände der Prager Burg ab, bis wir schließlich am Fuß des Berges ankamen. Ab dort hieß es für uns auf eigenem Fuß die Stadt zu erkunden, bis wir uns alle wieder am Bahnhof trafen, um den Abend mit unseren Gastfamilien zuhause in Pardubice ausklingen zu lassen.

Auch am Donnerstag versammelten wir uns bereits gegen 9 Uhr wieder am Bahnhof, um unseren 2.Tag in Prag anzutreten. Nach der ca. 45-minütigen Zugfahrt und einem kurzen Stück in der U-Bahn -oder zu Fuß-, trafen wir uns schließlich alle wieder am Rathausplatz. Gleich darauf läuteten sogar die Glocken der berühmten Rathausuhr und die Figuren im Uhrwerk waren zu sehen. Bevor wir uns dann auf zur Boot Tour machten, hatten wir auch noch die Gelegenheit Souvenirs zu kaufen. Als wir dann am Ufer ankamen, fuhr nach kurzem Warten bereits unser Boot in den Hafen ein. Die Bootsfahrt an sich war wunderschön, wir konnten alle Platz auf dem Dach nehmen, weil das Wetter gut war und die Sonne vom Himmel gestrahlt hat. Zu Snacks und leiser Klassikmusik, wurde erklärt welche Gebäude und Sehenswürdigkeiten jeweils am Ufer zu sehen waren. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, traten wir unseren Spaziergang auf den Petřín-Hügel an. Der Weg führte durch eine fast schon malerische Natur, mit Blumenwiesen, Laubwäldchen und teilweise bemerkenswert alten verschlungenen Bäumen, deren Wurzeln sich weit über die Oberfläche erstreckten. Auf dem Gipfel angekommen kauften die Lehrer für alle die den Turm besteigen wollten Tickets und durch eine enge Wendeltreppe kamen wir Schritt für Schritt nach oben. Auf der Spitze des Turms angekommen, bot sich uns ein atemberaubender Blick über ganz Prag, mit dem wir jeden Teil der Stadt überblicken konnten. Wir haben uns neben dem Turm noch das Spiegelkabinett angeschaut, welches neben der Möglichkeit lustige Fotos zu machen, auch jeden zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln gebracht hat. Unten in der Stadt wieder angekommen, hatten wir dann erstmal wieder Zeit für uns. Wir verbrachten diese auch erstmal damit uns etwas zu essen zu holen. Sehr beliebt waren da zum Beispiel die tschechischen Dumpings welche entweder süß oder herzhaft befüllt waren. Nachdem wir noch etwas durch die Prager Innenstadt gelaufen waren, haben wir uns alle am Bahnhof getroffen und es ging zurück nach Pardubice. Da kein weiteres Programm vorgegeben war, setzten wir uns mit ein paar anderen Schülerinnen in ein Café und ließen den Abend mit einer Partie UNO ausklingen.

Dank den anstehenden Abschlussprüfungen an unserer Gastschule konnten wir am Freitag eine Stunde länger schlafen. Dadurch war unsere Energie gleich doppelt so hoch. Mit dem Bus gelangen wir zu unserer ersten Station dem Beinhaus in Kutna Hora. Etwa 70km östlich von Prag befindet sich im Untergeschoss der Allerheiligenkirche auf dem Sedletzer Friedhof das Beinhaus, welches durch seine Knochenpyramiden im Inneren im Gedächtnis bleibt. Unsere zweite Station ist nichts für schwache Nerven, enge Räume, nasse kalte dunkle Gänge die bis zu 120cm niedrig sind. Wir waren im Silberbergwerk angekommen. Dort erwartete uns eine erlebnisreiche Führung durch die Minen, welche viele neue Informationen zu historischen Hintergründen mit sich brachte. Vor Ort gab es die Möglichkeit eine tschechische Spezialität „Trdlimk“ zu verkosten. Die letzte Haltestelle des Busses führte uns wieder zurück nach Pardubice, von wo wir unsere Nachmittagsgestaltung selbst in die Hand nehmen durften.
Das „offizielle“ Programm des Austausches war jetzt zu Ende. Das heißt aber nicht, dass es langweilig wurde. Die tschechischen Austauschpartner legten sich ganz schön ins Zeug, um uns ein spannendes Wochenende zu bieten. Das Wetter spielte uns ebenfalls in die Karten. Es war durchgehend sonnig mit Temperaturen knapp oberhalb der 20 Grad. Natürlich fand die Wochenendplanung weitestgehend unabhängig voneinander statt, dem entsprechend sahen die Aktivitäten von Gastfamilie zu Gastfamilie unterschiedlich aus. Neben Spaziergängen, Burgbesichtigungen und diversen Restaurantbesuchen war auch die Abkühlung im örtlichen Schwimmbad sehr beliebt. Außerdem war es an der Zeit traditionelle tschechische Spezialitäten zu probieren.

Und genau so wie wir kamen mit Bahn und Bus, reisten wir wieder am darauffolgenden Montag zurück. Um einige Erfahrungen reicher, mit neuen Freunden, vielen schönen Erinnerungen und ein paar Souvenirs im Gepäck.

Der Bericht wurde verfasst von: Anna Petschenig, Elsa Luther, Franziska Lang, Johanna Kramer, Jore Esber, Josefin Lazzaris, Karen Scheuerecker, Lena Markus, Leni Zinner, Lenne Götz, Marie Küfner, Nikita Maisel und Xenia Ehmcke

Auch uns Begleiterinnen hat es sehr viel Spaß gemacht, die Zeit mit unseren Schülerinnen und Schülern und mit den tschechischen Schülerinnen und Schülern zu verbringen.

Frau Koch und Frau Gerdes

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner