Schulleben

Die Poltergeister vom RWG

Die Geister wurden unter anderem auch im Hofgarten gesehen.

Rund fünfzig Geister sollen – so erzählt man sich – bei schönstem Sonnenschein am RWG gesichtet worden sein. Sie waren sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes und wurden zuerst auf dem Pausenhof gesehen.

Der Geisterspuk begann im Pausenhof.

Vielleicht hatte sie die Lesenacht zum Thema Sagen angelockt, die an diesem Tag stattfand. Es muss sich um recht junge und lebhafte Geister gehandelt haben, denn sie suchten zunächst den spielerischen Kampf beim Völkerballspiel auf dem dortigen Hartplatz. Hierbei verursachten sie enormen Lärm, sodass man sich genötigt sah, sie durch eine Abkühlung mit dem Wasserschlauch zu vertreiben. Da es nun aber sehr heiß war, empfanden sie das eher als angenehm und neckten sich sowohl gegenseitig als auch die anwesenden Lehrer mit dem kühlen Nass.

Ein weiterer Bändigungsversuch sollte das Anlocken mit Wissen über Sagen sein, was die Polterer tatsächlich für einige Zeit fesselte. Dann aber bekamen Sie Hunger und verlangten, dass man ihnen von den feinsten Speisen brachte. Nach dem Essen konnten sie wiederum nur mit einer weiteren Ladung geballten literarischen Wissens im Zaum gehalten werden.

Die Geister bezogen ihr Nachtquartier in der Turnhalle.

Als nun aber die Dunkelheit ausbrach, zog es sie in den Hofgarten. Weil nun aber die Lehrer bereits über einige Erfahrung im Umgang mit Geistern verfügten, konnten sie sie überzeugen, die nächtliche Ruhe nach 22.00 Uhr einzuhalten und ihnen wieder ins RWG zu folgen. Dort wurden sie in der Turnhalle gesammelt und gaben gegen 3:00 morgens endlich Ruhe.

Spätestens seit dieser Nacht gehören sie zum RWG und versprachen, bis zu ihrem Abitur noch weitere sechs Jahre zu verbleiben und weiterhin so fleißig zu lernen.

Annika Keyser und Evelin Wagner (Geisterbeschwörer)