Neueste Beiträge
Aufstieg zum Gymnasium und 75-Jahr Feier 1942
Die nationalsozialistische „Neuordung“ des höheren Schulwesens von 1938 hatte bereits mit dem Schuljahr 1939/1940 zu einer Umwandlung des Lyzeums in eine sechsklassige Mädchenoberschule (in hauswirtschaftlicher und sprachlicher Form) geführt. Ein Jahr später wurde ihr, wohl auch angetrieben vom Ehrgeiz des Schulleiters, eine Oberstufe angegliedert. Damit konnte an der Schule im Kriegsjahr 1942 das erste Abitur…
„Schlenkernde Handbewegungen, undeutliche Laute“: Die NS-Grußordnung von 1942
Frühjahr 1942: Das „Dritte Reich“ nährte sich langsam dem Höhepunkt seiner Machtausdehnung. Aber nun gab es auch Rückschläge, denn der Feldzug im Osten war gründlich schiefgegangen, die Einnahme von Moskau war gescheitert und die ruhmreichen deutschen Truppen lagen unter horrenden Verlusten in Eis und Schnee fest. Aber man konnte hoffen, dass in diesem Frühjahr das…
Zweiter Weltkrieg
Als am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, erfolgte noch im gleichen Jahr eine mehrwöchige Beschlagnahme des Schulgebäudes für militärische Zwecke. Die tauglichen männlichen Lehrkräften wurden zum Dienst in der Reichswehr eingezogen. Wie schon im Ersten Weltkrieg fanden aufgrund des Rohstoffmangels umfangreiche Sammelaktionen von wiederverwertbaren Altstoffen statt. Für Soldatenheime wurden Wolldecken hergestellt. Neu und belastender…
Jüdische-christliche Symbiose 1867-1933: Ein Brief des Rabbiners Dr. Kusznitzki aus dem Jahr 1911
Von 1867 bis 1938 besuchten nach heutiger Kenntnis 184 Mädchen jüdischen Glaubens die Schule. Die Väter der Schülerinnen waren Kaufmänner, Ärzte, Rechtsanwälte, Bankiers und Handwerker: Vor allem das wohlhabende und bildungsbeflissene jüdische Bürgertum aus Bayreuth und Oberfranken und schickte seinen weiblichen Nachwuchs an die „Töchterschule“. Einige der Mädchen kamen aus Ulm, Braunschweig, München oder Heilbronn…
Schule unterm Hakenkreuz
Mit dem 30. Januar 1933 begann die „Machtergreifung“, in Deutschland entstand die nationalsozialistische „Führerdiktatur“. Es entwickelte sich die größte Katastrophe der bekannten Geschichte, die in Deutschland dann erst im Mai 1945 endete. Auch die Mädchenschule in Bayreuth wurde bald von den neuen Entwicklungen ergriffen, die auf die Stadt besonders wirksamen Einfluss hatten. Denn sie war…
Ende der Republik und Machtübernahme durch die Nationalsozialisten
Am 30. Januar 1933 kam es zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Damit begann auch an der Schule wie an allen anderen staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen die Phase der „Gleichschaltung“. Nahezu alle Schülerinnen waren Mitglieder der „Jungmädel“ (JM) bzw. des „Bundes deutscher Mädel“ (BDM), die Lehrer mussten zwangsweise dem „Nationalsozialistischen Lehrerbunds“ (NSLB) beitreten. Einige wurden auch Mitglieder…
Chronik 1933 bis 1945
1933 Die Zahl der „von der Regierung angeordneten vaterländischen Schulfeiern“ nimmt zu, wie von nun an die Jahresberichte vermerken, die Schule beteiligt sich „an den allgemeinen nationalen Festen“. 1937 Zu Beginn und am Schluss des Schuljahres müssen nun feierliche „Flaggenehrungen“ veranstaltet werden. 1938 Oberstudiendirekor Pauli muss wegen seines Herzleidens den Ruhestand antreten. Der junge Studienrat…