Schulleben

Eine Bahnreise nach Nürnberg

Im DB-Museum gab es den „Adler“ zu sehen, eine Nachbildung der ersten deutschen Lok.

Aufgrund der fleißig gesammelten Laufkilometer beim Sponsorenlauf am Röhrensee anlässlich des Schuljubiläums hatte sich die Klasse 6c mitsamt ihrer Klassenleiterin Frau Track nicht nur ordentliche Spendengelder ‚erlaufen‘, sondern auch einen extra Wandertag als Schulsieger verdient.

Im Vorfeld dieses Ausflugstages war im Deutschunterricht Jules Vernes Abenteuerroman „In 80 Tagen um die Welt“ gelesen worden, der im 19. Jahrhundert spielt. Es wird darin das Vorhaben eines exzentrischen englischen Gentleman beschrieben, der für eine verrückte Wette die Hälfte seines gesamten Vermögens riskiert: In 80 Tagen (oder auch 115 000 Minuten) will er die Erde umrunden und nach Ablauf dieser Zeit wieder pünktlich in London zurückgekehrt sein – dass dieser Plan auch mit anderen ‚Verkehrsmitteln‘ als nur zu Fuß umgesetzt werden muss, versteht sich von selbst! So macht sich der Held des Romans, Phileas Fogg, auf die Reise und durchquert dabei zahlreiche Kontinente und Meere, mit dem Schiff, auf dem Rücken eines Elefanten oder aber…. mit der Eisenbahn!

Auf den Spuren des abenteuerlustigen Engländers besuchte die Klasse 6c nun das DB Museum (Verkehrsmuseum) in Nürnberg und konnte dort die Entwicklung eines bis heute unverzichtbaren Transportmittels nachempfinden.

Die Schüler konnten eine historische Draisine ausprobieren.

Unter dem Motto ‚Highlights für Kids‘ gab es nicht nur die Anfänge der Dampflokomotive zu bestaunen, sondern man konnte auch erfahren, wie das neue Transportmittel das Leben der Menschen zur Zeit von Jules Vernes Romanhelden nachhaltig veränderte. Die Eisenbahn war zu dieser Zeit nicht nur ein Motor der Industrialisierung, sondern spätestens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch zum Massentransportmittel geworden: Landschaften, Städte und Menschen rückten näher zueinander. Ohne die Eisenbahn wäre eine Durchquerung der Welt in 80 Tagen damals undenkbar gewesen – einmal ganz davon abgesehen, dass wir mit der heutigen Technisierung und der Geschwindigkeit eines ICE mittlerweile wiederum ganz andere Dimensionen erreicht haben! Auch dies konnte man im Museum hautnah erleben.

Eine weitere Attraktion für die Schüler/innen war sicherlich auch die Fahrt mit der Handhebel-Draisine auf dem Freigelände des Museums. Das mit Muskelkraft betriebene Laufrad, gleichzeitig Vorläufer des Schienenfahrzeuges, ist ungefähr so alt wie die Eisenbahn selbst; auf die Schiene gesetzt, wurden Draisinen zur Streckenkontrolle und für Instandsetzungsarbeiten verwendet, aber auch, um Post zu transportieren.

Nach einem interessanten und kurzweiligen Vormittag im DB Museum in Nürnberg machte sich die Klasse um die Mittagszeit auf den Rückweg nach Bayreuth – natürlich standesgemäß mit dem Zug!

S. Track