Schulleben

Spannende Projekte zum Mitmachen

Die Fünftklässler bastelten an Recycling-Behältern.

Lernen ist eine Sache, etwas tun oft eine andere. Beides passt aber gut zusammen, wenn es an ein Projekt herangeht. Deshalb gibt es am RWG den Projekttag, den alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 bestreiten.

Im Mittelpunkt sollen interessante und wichtige Themen stehen, die sich vielleicht nicht unmittelbar abfragen oder als gekonnt abhaken lassen, sondern mit grundlegenden Fragen zu tun haben: Wie hängen Dinge zusammen? Auf welcher Ebene sind sie wichtig für uns? Welche Haltung nehmen wir ihnen gegenüber ein? Weil sich solche Fragestellungen nicht für alle gleich beantworten lassen, hat der RWG-Projekttag für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 andere Rahmenthemen.

Frau Hupe zeigt, wie man aus Tapeten Tragetaschen macht.

Für die fünften Klassen wurde der Projekttag dem KOMPASS-Programm untergeordnet. Beim Projekttag gab es je nach Klasse verschiedene Schwerpunkte: In der Klasse 5a konnte im „Forscherprojekt“ munter experimentiert werden.

Die Klasse 5b hatte sich das Thema „Pfand für Afrika“ vorgenommen: Im Zimmer wurden phantasievolle Müllbehältnisse gebastelt, in denen im Schulbereich Pfandflaschen gesammelt werden können. Der Erlös ist dann für die Dritte Welt. Die Klasse 5c startete eine Umweltrallye.

Margot Schmitt von der AOK erklärte gesundes Essen.

Ein ganz anderes Thema hatten die 6. Klassen. Hier hieß das Rahmenthema „Ernährung“. Die Schüler durchliefen verschiedene Lernstationen. So erklärte Margot Schmitt von der AOK, was gesundes Essen ist. In der Pausenhalle konnte ausprobiert werden, wie man Haferflocken herstellt und weiterverarbeitet. Die vielen lieb gewonnene Burger-Fritten-Welt wurde in einem Film kritisch unter die Lupe genommen. Auch was es in unserem Essen für Zusatzstoffe gibt und was sie für die Gesundheit bedeuten, wurde untersucht.

Ein Vortrag erklärte, wie Cybermobbing läuft.

Bei den 7. Klassen ging es um das soziale Miteinander. Mobbing ist ein oft gehörtes Schlagwort, aber für die Betroffenen ist es eine schlimme Form der sozialen Diskriminierung. „Wie kann man nur…?“, fragen viele oft, aber leider ist Mobbing eine bittere Realität. Andere zu akzeptieren, wie sie sind, und sich nicht auf ihre Kosten zu profilieren, kann man lernen. Vorträge sorgen für das nötige Verständnis, partnerschaftliche Übungen und Spiele versuchten, Berührungsängste abzubauen. Hilfestellung boten auch unsere Streitschlichter.

Gute Laune geht auch ohne Alkohol.

Wenn man älter wird, kommt früher oder später das Thema „Weggehen“ auf und damit das Thema Alkohol, Sucht und Drogen.

Getrunken wird von vielen nicht nur wegen des Geschmacks und bestimmt nicht wegen der Kopfschmerzen danach, sondern um erwachsener zu wirken und vor den Freunde als „cool“ dazustehen. Dabei geht es auch ohne: In der Schulküche wurde den 8. Klassen gezeigt, wie man leckere Drinks auch ohne Alkohol basteln kann.

Ein kleiner Schluck kann große Folgen haben.

Das Thema ist aber nicht so einfach, als dass man ihm mit ein paar Rezepten beikommen könnte. Oft erfordert es Mut, „Nein!“ sagen zu können, wenn alle anderen meinen, Drogen würden weiterhelfen. Das zu verstehen, wurde in einem interaktiven Planspiel ausprobiert und natürlich gab es auch Informationen zum Thema Alkohol und Drogen in Form eines Filmes. Klar geworden sein sollte jedem, dass jede Drogenkarriere ihr erstes Mal hatte: Ein kleiner Schluck oder eine falsche Zigarette können große Wirkung haben.

Schule ist Arbeit – deshalb muss man sich richtig entspannen.

Für die 9. Klassen ging es um Stressbewältigung. Dazu wurden verschiedene Übungen und Aktivitäten gezeigt, wie man sich entspannen kann, sei es Übungen zur Muskelentspannung oder aber durch Action wie Kampfsportübungen. Sie alle machen den Körper fit und den Kopf frei für das Lernen und schulische Arbeiten, welches ja vorwiegend im Sitzen geleistet wird.

In Kleingruppen wurden die Rechtsfälle diskutiert.

Bei den 10. Klassen stand Rechtliches auf dem Projekttagsprogramm: „Umgang mit dem Urheberrecht“ hieß das Rahmenthema. Jurastudenten von der Uni waren gekommen, um mit den Klassen an verschiedenen Stationen durchzusprechen, was es mit Urheberrechten bei Musik auf sich hat, mit patentrechtlichen Fragen oder unlauterem Wettbewerb.

Nicht nur in den Sozialkundegruppen wurde fleißig gearbeitet.

So war es ein lohnender Tag für alle. Dank gebührt Frau Kemnitzer und ihrem Vorbereitungsteam für die perfekte Organisation und allen, die einen Beitrag geleistet haben, für ihr Mitwirken. Dank ihrer guten Ideen wurde überall fleißig gearbeitet und die Stimmung war gut. Etliche der externen Helfer zeigten sich auch von den Schülerinnen und Schülern des RWG sehr angetan: Nur selten erlebe man so viel Engagement, Interesse und Kooperationsbereitschaft, meinten sie.