Schulleben

Kegeln, Skaten und Sackhüpfen

Die Teilnehmer präsentierten die Ergebnisse.

Die Teilnehmer präsentierten die Ergebnisse.

Praxis, Praxis, Praxis hieß es im P-Seminar Sportjournalismus. Sportreporter und BR-Coach Florian Weber vermittelte den Jugendlichen Sportjournalismus von der Pike – in den ungewöhnlichsten Disziplinen und Sportarten. Nun präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse bei der großen Abschlussveranstaltung des BR in München.

Eins war den P-Seminarlern zu Beginn des Coachings schnell klar geworden: die Sportarten mit ihren jeweiligen Eigenheiten zu kennen, ist nur ein Aspekt der Sportberichterstattung. Mindestens genauso wichtig ist es, die journalistischen Grundformen – Nachricht, Reportage, Live-Kommentar – perfekt zu beherrschen. Denn Sportjournalisten arbeiten meistens unter Zeitdruck und Hochspannung.

Damit die Jugendlichen Sicherheit gewannen, gab es viele praktische Übungen. Vier Schüler spielten beispielweise auf dem Hartplatz der Schule ein kurzes Basketball-Match. Ein anderer übte sich im Live-Kommentar, der nächste musste im Anschluss ein Interview mit dem „Spieler“ bzw. dem „Trainer“ zu dem Ausgang des Spieles führen oder eine Nachricht über den Spielverlauf verfassen. Auch die Spiele „Schere-Stein-Papier“ oder „Sackhüpfen“ eignen sich wunderbar für solche Experimente. Und dann ging es zu den echten Stars: die weltbesten Kegler, welche zu Gast in Speichersdorf waren, Katja Ulbrich, eine der besten deutschen Speedskaterinnen, Trainer, Spieler, Manager und Legenden der SpVgg Bayreuth und viele mehr.

Der Höhepunkt: die Produktion einer halbstündigen Sportsendung im Studio Franken nach dem Vorbild einer Sendung bei B5 aktuell. Mit Moderation, „Live-Übertragungen“, Nachrichten und Interviews.
„Die größte Schwierigkeit war für mich über meinen eigenen Schatten zu springen, auf die verschiedenen Leute zuzugehen und mit ihnen aus dem Stegreif Interviews zu führen.“ So Schülerin Elena Waha.

Das P-Seminar Sportjournalismus.

Das P-Seminar Sportjournalismus.

Im München stellten nun alle P-Seminare, die mit dem bayerischen Rundfunk kooperiert hatten, ihre Ergebnisse vor. Dabei zeigte sich rasch, dass viele Seminare sich auf das Medium Film „eingeschossen“ hatten, denn bewegte Bilder fesseln nun mal und transportieren Emotionen auf einfache Art und Wiese. Dass aber genau das, nämlich dem Hörer ein Bild des Sportevents zu vermitteln, so dass er einen klaren Eindruck von den Geschehnissen hat und dieses auch noch emotional zu hinterlegen, die hohe Kunst der Sportmoderation im Hörfunk ist, betonte auch Coach Florian Weber noch einmal auf der Bühne. Bei einem Sackhüpf-Wettbewerb konnten die Schüler dann nicht nur ihre sportlichen Qualitäten sondern vor allem auch ihre Live-Kommentar-Künste noch einmal vor Publikum unter Beweis stellen. Mit dem Gefühl in der intensiven Arbeitsphase richtig was auf die Beine gestellt zu haben, und zwar eigeninitiativ und ohne viel Unterstützung von außen, fuhren die Schüler und ihre P-Seminar-Leiterin Annika Rupp dann zufrieden wieder nach Hause.

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