Schulleben

Eifrige Leser und aufmerksame Zuhörer

Vorlesen macht Spaß – und Zuhören nicht weniger.

„Heut‘ schon etwas vorgelesen?“ – Das RWG konnte diese Frage am bundesweiten Vorlesetag mit einem eindeutigen ‚Ja!‘ beantworten, denn alle Klassen der Unterstufe waren an diesem Tag in jeweils einer Schulstunde an diesem Projekt beteiligt.

Den Vorlesern wurde interessiert zugehört.

Jedes Jahr wird auf Initiative der Stiftung Lesen, der ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung am dritten Freitag im November ein Vorlesetag in ganz Deutschland veranstaltet, an dem sich auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft dafür einsetzen, dass Kindern aller Bildungsschichten und Altersklassen vorgelesen wird. Der Aufruf wurde in diesem Jahr mit einem (Selfie-)Plakat mit der Aufschrift ‚Ich lese vor! Du auch?‘ gestartet. Über 170 000 Lesebegeisterte waren beteiligt.

Das Lesen ist eine wichtige Kernkompetenz.

Am RWG übten sich im Rahmen des Leseförderungskonzeptes der Unterstufe die Fünft- bis Siebtklässler, die diesem Aufruf nachgekommen waren, fleißig im Vorlesen und Rezitieren: Als Vorleseort geradezu dafür geschaffen, wurde das Lesende Klassenzimmer mit für alle Zuhörer ausreichenden Sitzgelegenheiten – bunte Sitzhocker mit Büchermotiv – und motivierenden Plakaten ausgestattet; so konnte einen Vormittag lang in gemütlicher und stimmiger Kulisse vorgetragen werden und neugierig den Geschichten und Abenteuern gelauscht werden, die da dargeboten wurden.

Schulleiterin Ursula Graf las aus dem Roman „Cajus ist ein Dummkopf“.

Neben den Schülern ließen es sich auch die Deutschlehrer-Kollegen der Unterstufenklassen nicht nehmen, in die Rolle des Vorlesers zu schlüpfen. Selbst unsere Schulleiterin, Frau Graf, stattete der Klasse 6c einen Besuch im Lesenden Klassenzimmer ab und las aus einem ihrer Lieblings-Jugendbücher. Die Schüler konnten bei ihrer Darbietung regelrecht eintauchen in Schulgeschichte(n) vor über 2000 Jahren, die Henry Winterfeld in seinem spannenden Roman „Caius ist ein Dummkopf“ schildert und in das antike Rom verlagert – und plötzlich waren dabei auch neu gelernte lateinische Vokabeln kinderleicht angewandt, um eine Inschrift des Buchtitels in lateinischer Sprache (Caius asinus est) zu entschlüsseln.

Auch Englischklassen beteiligten sich am Vorlesetag.

Parallel dazu wurden in den Klassenzimmern der Unterstufe ebenso englische Texte einbezogen; andernorts fungierte das Hörbuch als ansprechendes Vorlesemedium.

Eines lässt sich somit sicher sagen: Ordentliches Vorlesen bleibt nicht nur auf den Deutschunterricht beschränkt. Passende Inhalte und Texte bieten sich überall und ein Publikum, vor dem vorgelesen werden kann, findet sich nahezu jederzeit im Alltag – auch außerhalb der Klassenzimmertüre.

S. Track (für die Fachschaft Deutsch)