{"id":8167,"date":"2015-10-10T20:18:03","date_gmt":"2015-10-10T18:18:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/?page_id=8167"},"modified":"2017-02-08T16:31:27","modified_gmt":"2017-02-08T15:31:27","slug":"8167-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/?p=8167","title":{"rendered":"Weimar als Ort der Erinnerung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_8168\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015_16_Weimar_web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8168\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015_16_Weimar_web.jpg\" alt=\"Goethe h\u00e4tte sich gefreut: Klassische Harmonie inmitten des Parks an der Ilm.\" width=\"350\" height=\"235\" class=\"size-full wp-image-8168\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015_16_Weimar_web.jpg 350w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015_16_Weimar_web-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015_16_Weimar_web-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015_16_Weimar_web-250x168.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8168\" class=\"wp-caption-text\">Goethe h\u00e4tte sich gefreut: Klassische Harmonie<br \/>\ninmitten des Parks an der Ilm.<\/p><\/div>\n<p>Eine Exkursion nach Weimar unternahmen Sch\u00fcler aus den Deutschkursen der Q11.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Studienfahrt stand selbstverst\u00e4ndlich die Epoche der Klassik, die untrennbar mit dem Namen Weimar verbunden ist. Dass die Stadt zu einem wichtigen kulturellen Zentrum werden konnte, erscheint fast als ein Wunder, denn im 18. Jahrhundert war Weimar eine Stadt mit etwa 7000 Einwohnern und damit kaum gr\u00f6\u00dfer als das heutige Bindlach. <\/p>\n<p>Was zog K\u00f6pfe wie Goethe, Schiller, Herder oder Wieland in die Provinz? Wie konnte es sein, dass Weimar zum Zentrum einer ganzen Kunstepoche werden konnte, der Klassik? Und wie muss man sich das Leben in der damaligen Zeit vorstellen? Diese Fragen versuchte ein zweist\u00fcndiger Stadtrundgang zu kl\u00e4ren und ein Gang durch die Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum.<\/p>\n<div id=\"attachment_8169\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015-16_Weimar2_web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8169\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015-16_Weimar2_web.jpg\" alt=\"goethe h\u00e4tte sich noch einmal gefreut: Bildungsbeflissene RWGler zu F\u00fc\u00dfen des Nationaltheaters.\" width=\"350\" height=\"260\" class=\"size-full wp-image-8169\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015-16_Weimar2_web.jpg 350w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015-16_Weimar2_web-150x111.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015-16_Weimar2_web-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/2015-16_Weimar2_web-250x186.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8169\" class=\"wp-caption-text\">Goethe h\u00e4tte sich noch einmal gefreut:<br \/>\nBildungsbeflissene RWGler zu F\u00fc\u00dfen der Dioskuren.<\/p><\/div>\n<p>Wie klassisches Drama auf der B\u00fchne aussieht, konnten die Teilnehmer der Studienfahrt im Nationaltheater erleben: Schillers \u201eMaria Stuart\u201c stand auf dem Spielplan. Das Spiel um Macht und Liebe war recht munter inszeniert und sparte weder an grellen Effekten noch an Drastik. Ob es den Klassikern gefallen h\u00e4tte, steht indes auf einem anderen Papier, denn sie vertrauten mehr der Wirkung des gesprochenen Wortes als zum Teil etwas kindischen Regieeinf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich waren auch das Goethe- und Schillerhaus Pflichtstationen. Hier konnte man sehr gut nachvollziehen, wie sich der Geheime Rat von Goethe selbst inszenierte, gro\u00dfz\u00fcgig gef\u00f6rdert von seinem gro\u00dfherzoglichen M\u00e4zen Carl August, w\u00e4hrend nur ein paar Hausnummern weiter sein vom Gl\u00fcck weniger beg\u00fcnstigte Mitstreiter Schiller gegen Schulden und Krankheit k\u00e4mpfte. <\/p>\n<p>Nicht vergessen wurde, dass Weimar auch ein politischer Ort ist: Der Name Weimar ist \u00fcber die nach dem Ort benannte Verfassung untrennbar mit den demokratischen Hoffnungen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg verbunden. Die Stadt der Klassik war aber auch Gauhauptstadt der Nazi-Diktatur, die dort ganzes Stadtkarree f\u00fcr einen Aufmarschplatz niederrei\u00dfen lie\u00df. Er ist heute gr\u00fcne Bedachung einer Tiefgarage, welche zum Atrium, einem riesigen Einkaufsparadies, geh\u00f6rt. <\/p>\n<p>Weniger leicht lassen sich die Spuren des NS-Terrors an anderer Stelle tilgen: Kaum eine halbe Stunde vom Goethehaus entfernt, unterhielten die NS-Schergen ein Konzentrationslager der ersten Stunde: Die ersten 149 H\u00e4ftlinge, allesamt politische, kamen 1937 an, und Tausende sollten folgen. Es ist bekannt geworden unter dem Namen \u201eBuchenwald\u201c. Das Areal ist eigentlich der Ettersberg, ein beliebtes Ausflugsziel Goethes, doch offenbar war den Nazi-Gewaltigen die N\u00e4he zur Klassik doch etwas peinlich, sodass man eine Umbenennung vorzog. Mitten auf dem Gel\u00e4nde stand sogar eine Goethe-Eiche, unter der der Dichterf\u00fcrst gesessen haben soll. Dass dies, wie der Ausstellungstext meint, den Insassen ein Trost gewesen sein soll, geh\u00f6rt wohl ins Reich der Legende: Zu gro\u00df waren wohl Schrecken, Not und Tod und unwirtlich ist der Platz noch heute. Alle konnten das sp\u00fcren, als sie bei eiskaltem Wind und dicken Nebelschwaden das Gel\u00e4nde erkundeten, und alle waren froh, wieder im Bus nach Weimar hinunter zu sitzen, um noch etwas vom \u201eZiebelmarkt\u201c, dem Weimarer Kulturfest, das immer im Herbst stattfindet, mitzubekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Exkursion nach Weimar unternahmen Sch\u00fcler aus den Deutschkursen der Q11. Im Mittelpunkt der Studienfahrt stand selbstverst\u00e4ndlich die Epoche der Klassik, die untrennbar mit dem Namen Weimar verbunden ist. Dass die Stadt zu einem wichtigen kulturellen Zentrum werden konnte, erscheint fast als ein Wunder, denn im 18. 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