{"id":13635,"date":"2000-01-04T02:00:33","date_gmt":"2000-01-04T01:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/?p=13635"},"modified":"2017-08-05T13:33:23","modified_gmt":"2017-08-05T11:33:23","slug":"turnunterricht-1868-groesste-vorsicht-bei-der-auswahl-der-maennlichen-lehrkraefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/?p=13635","title":{"rendered":"Turnunterricht seit 1868:  &#8222;Gr\u00f6\u00dfte Vorsicht bei der Auswahl der m\u00e4nnlichen Lehrkr\u00e4fte!&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_13663\" style=\"width: 910px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13663\" class=\"size-full wp-image-13663\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910.jpg 900w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910-150x108.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910-450x325.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910-768x555.jpg 768w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1910-250x181.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13663\" class=\"wp-caption-text\">In Turntracht beim Ger\u00e4teturnen in der Aula. Aufnahme um 1910<\/p><\/div>\n<p>Bereits die alten Kreter, Mykener und Griechen betrieben Sport, und auch schon im antiken Olympia wurde bei der Ern\u00e4hrung der Athleten bereits mit doping-\u00e4hnlichen Methoden experimentiert, die hier nicht n\u00e4her beschrieben werden k\u00f6nnen. Aber der Sport war eine Besch\u00e4ftigung der m\u00e4nnlichen Oberschicht: Frauen war der Zutritt in Olympia verboten, zumal die M\u00e4nner auch die Kleider ablegten. Zudem war der Sport eng mit der milit\u00e4rischen Ausbildung der M\u00e4nner verbunden.<\/p>\n<p>Auch die englischen <em>sportsmen<\/em>, die den modernen Sport erfanden und seit dem 18. Jahrhundert ihren Bewegungsdrang gentlemanly kultivierten, blieben lieber unter sich. In Deutschland bekam der Sport seit der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon einen nationalistischen und militaristischen Einschlag: Turnvater Jahn und seine Gesinnungsgenossen wetterten gegen welsche Verz\u00e4rtelung, die Muskeln des J\u00fcnglings sollten deutsch und daher straff sein, mit vaterl\u00e4ndischen Ges\u00e4ngen zog man ins Freie und bewegte sich &#8222;an der frischen Luft&#8220;.<\/p>\n<p>Die Frauen blieben bei diesen Aktivit\u00e4ten au\u00dfen vor. Vor allem die M\u00e4nner sahen sich lange Zeit gen\u00f6tigt diverseste Bedenken medizinischer, physiologischer, moralischer, sittlicher, \u00e4sthetischer, religi\u00f6ser, sozialer, kleidungstechnischer, organisatorischer und politischer Natur vorzutragen, die allesamt gegen die sportliche Aktivit\u00e4t der Frau sprachen. Der Durchbruch kam erst, wie so oft, mit Rousseau. Er forderte die k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung der Frauen, aber noch mit der bezeichnenden Begr\u00fcndung, dass die Frauen so mehr kr\u00e4ftige Kinder auf die Welt bringen w\u00fcrden. Immerhin eroberten nun die Frauen seit dem 19. Jahrhundert mit zeitlicher Verz\u00f6gerung den Sport, anfangs das Turnen, dann die Gymnastik, erst sp\u00e4ter die Kampfspiele, das Schwimmen und die Leichtathletik. Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden wurde eine sportliche Bet\u00e4tigung zugestanden.<\/p>\n<p>Aber dies alles betraf vor allem die Frauen, die wie die Sch\u00fclerinnen der H\u00f6heren T\u00f6chterschule in Bayreuth aus den gehobenen Schichten stammten &#8211; f\u00fcr die unteren Schichten interessierte man sich hier nicht und im &#8222;Arbeitersport&#8220; galten dann andere Grunds\u00e4tze. Daher mussten zus\u00e4tzlich auch die strengen Sittlichkeitsregeln beachtet werden, die f\u00fcr den eigenen gehobenen Stand galten. Dies hatte Auswirkungen auf die Sportarten: Springen und Dehnen waren verp\u00f6nt, Ger\u00e4teturnen wurde eher abgelehnt, gepflegt wurden &#8222;leichte&#8220; Gymnastik, Frei\u00fcbungen und Reigenturnen. Ziele des Unterrichts waren nicht &#8222;verm\u00e4nnlichende&#8220; Kraft und Kondition, sondern &#8222;Anmut&#8220; und &#8222;Grazie&#8220;, die zudem auch die Chancen auf dem Heiratsmarkt steigerten. Zudem setzte auch die erforderliche Schicklichkeit der Kleidung der Wahl der Sportarten gewisse Grenzen.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Hemmnisse und Bedenken ist es umso bemerkenswerter, dass an der H\u00f6heren T\u00f6chterschule in Bayreuth von Anfang an das Fach Turnen im Lehrplan verankert war. Bereits am 23. April 1868, wenige Monate nach Er\u00f6ffnung der Schule, richtete Schulleiter Gro\u00dfmann an den<\/p>\n<p><em>wohll\u00f6blichen Magistrat der k. Kreishauptstadt Bayreuth die gehorsamste Bitte, f\u00fcr die H\u00f6here T\u00f6chterschule die st\u00e4dtische Turnhalle unentgeltlich benutzen zu d\u00fcrfen und zwar f\u00fcr zwei Stunden w\u00f6chentlich, darunter einmal am Sonntag von 11 \u2013 12 Uhr.<\/em><\/p>\n<p>So war die Schule ihrer Zeit weit voraus, denn erst 1894 wurde beispielsweise in den Preu\u00dfischen M\u00e4dchenschulen das Turnen verpflichtender Unterricht. Schon eine Woche sp\u00e4ter antwortete B\u00fcrgermeister Muncker dem Direktor auf seine &#8222;gesch\u00e4tzte Zuschrift&#8220; und stellte die Turnhalle zur Verf\u00fcgung, sofern es &#8222;keine Collision&#8220; mit dem Turnstunden anderer Schule gebe. Auch der Betreiber der Halle, der Turnverein, gab seine Zustimmung, allerdings m\u00fcsse der &#8222;Turndiener&#8220; der Halle angemessen entsch\u00e4digt werden.<\/p>\n<p>Nun stellte sich aber das Problem, wer den Turnunterricht erteilen sollte \u2013 denn ausgebildete Turnlehrerinnen gab es zu dieser Zeit noch nicht! Studiendirektor Gro\u00dfmann fand hier vorerst eine pragmatische L\u00f6sung. Er vertraute das Turnen zuerst dem Lehrer Hofmann an, einer etwas \u00e4lteren, aber offenbar sittlich gefestigten und r\u00fcstigen Person, die auch in Deutsch, Geographie, Rechnen, Zeichnen und Gesang unterwies. Hofmann leitete nun den Betrieb gem\u00e4\u00df einem eigens aufgestellten Lehrplan, der &#8222;Frei- und Ordnungs\u00fcbungen&#8220; sowie Turnspiele umfasste, der aber auch ein modernes &#8222;leichtes Ger\u00e4teturnen&#8220; vorsah, sogar mit \u00dcbungen am Reck, am Barren und an der &#8222;Doppelstange&#8220;. Die Schule zeigte damit nochmals ihren fortschrittlichen Charakter, da Ger\u00e4teturnen f\u00fcr M\u00e4dchen umstritten war. Vorerst durften aber nur die Sch\u00fclerinnen der ersten bis vierten Klasse turnen. Den gr\u00f6\u00dferen M\u00e4dchen der Abschlussklasse (der 5. bzw. heutigen 9. Klasse) blieb der Sportunterricht anfangs verwehrt.<\/p>\n<p>Allerdings wuchsen auf dem Felde der Athletik die B\u00e4ume nicht gleich in den Himmel. Viele Eltern duldeten und f\u00f6rderten vielleicht sogar die turnerischen Bem\u00fchungen, die ja auch der kindlichen und jugendlichen Bewegungslust entgegenkamen. Andere Eltern sahen dies kritischer und machten aus ihrer Abneigung nur wenig Hehl. Und so finden sich im &#8222;Dispens-Buch&#8220; der Schule zahlreiche Befreiungsantr\u00e4ge aus der damaligen Zeit, mit denen Eltern ihre T\u00f6chter vom Schulsport entschuldigten oder sie sogar ganz von ihm abmeldeten. Die Begr\u00fcndungen sind teilweise einsichtig, oft aber auch kurios, und stets sind sie ein Abbild der damaligen standesbewussten Auffassungen. So war es in einen Schreiben eines Herrn &#8222;nicht mein Wille&#8220;, dass die Tochter den Turnunterricht &#8222;frequentiert&#8220;. In einem anderen Schreiben waren ein &#8222;graziler K\u00f6rperbau&#8220; sowie die &#8222;Disposition&#8220; zu Kopfweh und Schwindel der Entschuldigungsgrund. Ein Vater bemerkte nur kurz und b\u00fcndig, dass seine T\u00f6chter nicht turnen, &#8222;da es gegen seine Grunds\u00e4tze ist.&#8220; Auch komme die Tochter durch die Turnerei zu sp\u00e4t zum Mittagessen, wie ein anderes Schreiben betonte. Und ein Vater merkte an, dass &#8222;wir zudem Turnapparate im eigenen Garten haben.&#8220; &#8211; Die Schulleiter mussten die Schreiben zur Kenntnis nehmen und erteilten Dispens, es blieb ihnen an der privaten Schule nichts anderes \u00fcbrig.<\/p>\n<div id=\"attachment_13665\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/dispens02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13665\" class=\"size-full wp-image-13665\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/dispens02.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/dispens02.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/dispens02-150x82.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/dispens02-300x165.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/dispens02-250x137.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13665\" class=\"wp-caption-text\">Unterzeichneter bescheinigt hiermit, da\u00df seine T\u00f6chter Fanny und Jenny keinen Theil an der Turnstunde nehmen sollen, da es gegen seine Grunds\u00e4tze ist. Bayreuth, den 19.\u00a0November 1880. Unterschrift &#8211; Gro\u00dfmann: Werden dispensiert!<\/p><\/div>\n<p>1879 bekam das humanistische Gymnasium der Jungen eine eigene Turnhalle. Rektor Gro\u00dfmann, der in Personalunion diese Schule und die T\u00f6chterschule leitete, richtete es ein, dass seine Sch\u00fclerinnen nun auch diese neue Halle nutzen konnten. Er verabs\u00e4umte es auch nicht, f\u00fcr sie einige spezielle Turnger\u00e4te anzuschaffen, wie einen Rundlauf und Schaukelringe.<\/p>\n<p>1881 gab es dann eine wichtige \u00c4nderung: Erstmals wurden auch im Turnen Noten vergeben, und der ausgebildete j\u00fcngere Turnlehrer Pflugmann trat seinen Dienst an. Denn obwohl ein \u00fcberregionales Zeitungsinserat aufgegeben worden war, konnte noch immer keine qualifizierte Turnlehrerin angeworben werden. Vielleicht war der Unterrichtsrat gegen\u00fcber Pflugmann etwas misstrauisch, vielleicht wollte man den geltenden Anstandsregeln auf das Vollkommenste gen\u00fcgen und jedes Getuschel von vornherein unterbinden: Jedenfalls wurden Pflugmann zwei Lehrerinnen beigegeben, die als &#8222;Anstandsdamen&#8220; zu fungieren hatten und dem Turnunterricht bewohnten. Der neue Lehrer hatte zudem einen neuen Unterrichtsplan vorzulegen. Er wurde gebilligt. Schulleiter Gro\u00dfmann begab sich au\u00dferdem im Februar 1881 sogleich in h\u00f6chsteigener Person in die Turnhalle und visitierte den Unterricht. Er konnte nichts sittlich Bedenkliches feststellen:<\/p>\n<p><em>Die M\u00e4dchen sind im Betragen anst\u00e4ndig und im allgemeinen (bis auf wenige ungeschickte) aufmerksam.<\/em><\/p>\n<p>1883 gab es die n\u00e4chste Neuerung, die geradezu sensationell war: Der Rektor beurlaubte mehrere Sch\u00fclerinnen, damit sie in der kgl. Milit\u00e4rschwimmschule am Schwimmunterricht teilnehmen konnten. Dieser Unterricht wurde zun\u00e4chst nur z\u00f6gerlich besucht, dann aber von immer mehr h\u00f6heren T\u00f6chtern. Wer den Schwimmunterricht erteilte und wie er gegeben wurde, l\u00e4sst sich aus den Unterlagen leider nicht mehr feststellen.<\/p>\n<p>Schulrat Kesselring, der die Schule seit 1898 leitete, trat dann als gro\u00dfer F\u00f6rderer des Sports auf. Schon 1900 hatte ihm der Regierungspr\u00e4sident von Oberfranken brieflich aufgefordert, &#8222;die k\u00f6rperliche Erziehung&#8220; der M\u00e4dchen nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Kesselring pl\u00e4dierte f\u00fcr die sportliche Bewegung der Sch\u00fclerinnen und er bet\u00e4tigte sich als unerschrockener K\u00e4mpfer gegen das Korsett, in das viele h\u00f6here Eltern noch immer ihre h\u00f6heren T\u00f6chter steckten.<\/p>\n<p>So fortschrittlich Kesselring in dieser Hinsicht war, der im Schuljahr 1912\/1913 sogar eine Fahrrad-AG der h\u00f6heren M\u00e4dchen wohlwollend duldete, in anderer Hinsicht blieb er der sittenstrenge und konservative Wilhelminer. Als er 1903 von der Regierung von Oberfranken um eine Stellungnahme zur Ausbildung von Turnlehrerinnen an der K\u00f6niglichen Zentral-Turnlehrerbildungsanstalt in M\u00fcnchen gebeten wurde, pl\u00e4dierte er in seinem Schreiben vom 3. Juni 1903 f\u00fcr die Ausbildung dieser Lehrerinnen, wies aber nochmals darauf hin, dass, sollte der Unterricht f\u00fcr die M\u00e4dchen notfalls vom einem Turnlehrer erteilt werden m\u00fcssen, hier gr\u00f6\u00dfte Umsicht vonn\u00f6ten sei:<\/p>\n<p><em>Wo aber die weibliche Lehrkraft nicht ausreicht, da trete die m\u00e4nnliche ein, und wenn auch die gr\u00f6\u00dfte Vorsicht bei der Auswahl der m\u00e4nnlichen Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr den M\u00e4dchenturnunterricht h\u00f6chst notwendig ist, so wird ein taktvoller Lehrer auch im Turnunterricht alles und jedes vermeiden, was das Zartgef\u00fchl der M\u00e4dchen zu verletzen geeignet w\u00e4re. <\/em><\/p>\n<p>Kesselrings nachhaltigstes Verdienst war aber wohl, dass er seiner Schule eine eigene Turnhalle verschaffte, die noch heute existierende und unter Denkmalschutz stehende Aula. Als der Stadtrat am 10. M\u00e4rz 1906 den Neubau der Schule an der Dammallee diskutierte, war nicht entschieden, ob eine eigene Turnhalle errichtet werden sollte oder ob man das Geld nicht einsparen k\u00f6nnte und die Sch\u00fclerinnen wieder die alte st\u00e4dtische Turnhalle nutzen sollten. Das Protokoll der Sitzung vermerkt, dass sich Kesselring energisch gegen einen Unterricht in der heruntergekommenen alten Halle wandte. Als der Vorschlag gemacht wurde, es k\u00f6nne ja im Hof der neuen Schule geturnt werden, verwahrte sich Kesselring nochmals vehement:<\/p>\n<p><em>Es sammelt sich da stets ein Zaunpublikum, das durch Bemerkungen oft der gemeinsten Art das sittliche Gef\u00fchl der Sch\u00fclerinnen verletzen und gef\u00e4hrden mu\u00df, so da\u00df aus diesem Grund der Unterricht des \u00f6fteren im Freien unm\u00f6glich gemacht w\u00fcrde.<\/em><\/p>\n<p>Zudem erinnerte er die Stadtv\u00e4ter daran (deren T\u00f6chter ja auch seine Schule besuchten), dass nun auch bereits einige Volksschulen der Stadt \u00fcber eigene Turnhallen verf\u00fcgten, und da sei es nur billig, dass auch auf die h\u00f6heren Eltern und ihre h\u00f6heren Kinder &#8222;R\u00fccksicht genommen wird.&#8220; Die Stadtr\u00e4te taten daraufhin ihre Pflicht und Stadtbaurat Schlee \u00fcbernahm die Planung und Errichtung der Aula.<\/p>\n<p>Kesselring nutzte die Gelegenheit und f\u00fchrte zur gleichen Zeit an seiner Schule eine eigene Sportkleidung ein. Er st\u00e4rkte so die <em>corporate identity<\/em>, zumal seine Schule auf die Anmeldungen aus der Honoatiorenschicht angewiesen war und daher das Marketing nicht vernachl\u00e4ssigt werden durfte. Der &#8222;Schulanzeiger f\u00fcr Oberfranken&#8220; und das &#8222;Bayreuther Tagblatt&#8220; vom 26. September 1908 vermerkten, dass die h\u00f6heren T\u00f6chter nun eine &#8222;Turnkleidung&#8220; zu tragen hatten, die aus &#8222;Bluse und Rockhose&#8220; bestand. Die M\u00fctter und die Schneiderinnen erhielten ausf\u00fchrliche Anweisungen, wie Stoff und Schnitt der Bekleidungsst\u00fccke beschaffen sein mussten:<\/p>\n<p><em>Der Taillenschlu\u00df der Bluse ist mit einem B\u00fcndchen zu versehen, an dem sich Kn\u00f6pfe zum Ankn\u00f6pfen der Rockhose befinden. Das Beinkleid ist aus marineblauem Cheviot herzustellen. Es schlie\u00dft um die H\u00fcften an und f\u00e4llt nach unten weit wie ein Rock aus. <\/em><\/p>\n<p>Gurt, Leibchen, Beinlinge, Strumpfhalter, Schuhwerk: Alles wurde bis in Detail beschrieben, und wer sich noch immer nicht auskannte, der wurde an den Schnittmusterhersteller der &#8222;Modenwelt&#8220; verwiesen, Berlin W. 35, Potsdamerstra\u00dfe 38, der portofrei f\u00fcr 35 Pfg. die Anleitungen liefern w\u00fcrde. &#8211; Diese Turntracht blieb noch lange in Gebrauch, mit ihr traten viele Sch\u00fclerinnen auch in die Pedale ihrer R\u00e4der, und noch auf den Sportfesten der zwanziger Jahre war sie im Einsatz.<\/p>\n<div id=\"attachment_13667\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnfest1919.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13667\" class=\"size-full wp-image-13667\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnfest1919.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnfest1919.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnfest1919-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnfest1919-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnfest1919-250x155.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13667\" class=\"wp-caption-text\">Turnfest in Turntracht im alten Schulhof, Aufnahme von 1919<\/p><\/div>\n<p>Nach 1918 in der Weimarer Republik demokratisierte und modernisierte sich der Sport auch an der M\u00e4dchenschule. Das Ministerium k\u00fcmmerte sich nun deutlich mehr um den Schulunterricht. Die Schule wurde zudem von der allgemeinen Sportbegeisterung der zwanziger Jahre erfasst, durch die nun Rennfahrer, Boxer, Fu\u00dfballer und Skifahrer zu Helden der Soziet\u00e4t wurden. 1921 erlie\u00df das Ministerium einen Aufruf zur Abhaltung von &#8222;Richsjugendwettk\u00e4mpfen&#8220;. Daher wurde 1922 im Schulhof das erste Schulturnfest veranstaltet, weitere Feste folgten 1923, 1924, 1928 und 1931. Geturnt wurde offenbar immer noch, wie die erhaltenen Photos zeigen, in der kleidsamen alten Turntracht, die nun um einen modischen Matrosenkragen und um ein Halstuch bereichert wurde. Im August 1926 befasst sich ein Schreiben des Staatsministeriums ausf\u00fchrlich mit neuen Konzepten f\u00fcr den Turnunterricht der M\u00e4dchen. Es wird betont, dass dieser Untericht grunds\u00e4tzlich anders aufgebaut werden muss als das Knabenturnen&#8220;, damit die M\u00e4dchen keinen &#8222;verderblichen Wirkungen&#8220; ausgesetzt sind. Es wird nochmals streng angemahnt, dass &#8222;m\u00e4nnliche Lehrpersonen&#8220; die Auswirkungen des Turnunterrichts auf die M\u00e4dchen &#8222;nur in Ausnahmef\u00e4llen v\u00f6llig richtig beurteilen k\u00f6nnen&#8220;. Daher sollte dieser Unterricht stets von Lehrerinnen erteilt werden.<\/p>\n<p>Nach der Machtergreifung durch die Nazis kam es nach 1933 einerseits zu einer ungeheuren Aufwertung des Sports und aller sportlichen Aktivit\u00e4ten. Die Sch\u00fclerinnen waren de facto zur Zwangsmitgliedschaft im BDM verpflichtet, wo pausenlos k\u00f6rperliche Bewegung gefordert war. Schulsport, Wanderungen, M\u00e4rsche, Appelle, Sportfeste, Wettk\u00e4mpfe, Bewegungen in der Formation, st\u00e4ndiges Antreten, Exerzieren: All dies wurde immer wichtiger und verschlang ungeheuer viel Zeit. Die Nazis \u00fcbernahmen zudem sofort die Idee der Turnfeste, die schon in der Republik abhalten worden waren. In diesem Sinne wurde 1933 sogleich ein &#8222;Fest der Jugend&#8220; zelebriert. Beim &#8222;Deutschen Jugendfest&#8220; im Juni 1934 erklang die erste Strophe des &#8222;Trutzliedes der Bayerischen Ostmark&#8220;: &#8222;Mit Hitler marschieren wir furchtlos und stark!&#8220; Ab 1937 war der gesamte Schulsport fest in der Hand der Hitlerjugend bzw. des BDM. &#8211; Der H\u00f6hepunkt dieser Entwicklung war in den Jahren nach 1939, als die Schule zur M\u00e4dchenoberschule aufstieg, d.\u00a0h. zum Gymnasium: &#8222;Leibeserziehung&#8220; r\u00fcckte nun an die erste Stelle der Wochenstundentafel und bekam neben dem Fach Deutsch die meisten Unterrichtsstunden!<\/p>\n<p>Andererseits machte sich daher auch \u00dcberdruss breit. Viele Sch\u00fclerinnen suchten sich in BDM-Gruppen wie &#8222;Glaube und Sch\u00f6nheit&#8220; eine Nische, wo man dem allgegenw\u00e4rtigen Sporttreiben wenigstens etwas ausweichen konnte. Zudem wussten alle, dass der Sport nur ein Vorwand f\u00fcr anderes war: Die Sch\u00fcler sollten bereits f\u00fcr das Milit\u00e4r getrimmt werden und die Sch\u00fclerinnen sollten f\u00fcr die Mutterschaft fit gemacht werden. Auff\u00e4llig ist auch, dass auf den erhaltenen Aufnahmen vor allem der Gruppensport festgehalten wurde, die Einzelleistung wurde zumindest an der Schule offenbar weniger beachtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_13668\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/gruppensport1939.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13668\" class=\"size-full wp-image-13668\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/gruppensport1939.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/gruppensport1939.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/gruppensport1939-150x94.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/gruppensport1939-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/gruppensport1939-250x157.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13668\" class=\"wp-caption-text\">Mannschaftssport auf dem Sportfest 1939<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_13670\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schuelerinnen_2_Klasse_1940.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13670\" class=\"size-full wp-image-13670\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schuelerinnen_2_Klasse_1940.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schuelerinnen_2_Klasse_1940.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schuelerinnen_2_Klasse_1940-150x97.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schuelerinnen_2_Klasse_1940-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schuelerinnen_2_Klasse_1940-250x162.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13670\" class=\"wp-caption-text\">Sch\u00fclerinnen der 2. (6.) Klasse 1940 in kurzen Turnhosen. Die Turntracht galt nun als &#8222;elit\u00e4r&#8220; und wurde nach 1933 nicht mehr getragen.<\/p><\/div>\n<p>Wenigstens eine erfreuliche Neuerung gab es in den drei\u00dfiger Jahren: Die Sch\u00fclerinnen und die Lehrerschaft entdeckten den Wintersport. 1938 besuchten die 5. und 6. Klassen, also die h\u00f6heren Klassen, erstmals im Winter das Schullandheim in Hohenberg an der Eger. Die Bretter waren dabei, der Schnee war g&#8217;f\u00fchrig, und sofort ging es den Hang hinab. Man \u00fcbte sich auch im Skilanglauf. Damit begannen die Skikurse an der Schule, die in den f\u00fcnfziger Jahren wieder aufgenommen wurden und die bis heute fortgesetzt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_13673\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ski_hohenberg_1938_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13673\" class=\"size-full wp-image-13673\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ski_hohenberg_1938_01.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ski_hohenberg_1938_01.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ski_hohenberg_1938_01-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ski_hohenberg_1938_01-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ski_hohenberg_1938_01-250x168.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13673\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenbild mit Skiern 1938 in Hohenberg<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_16486\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2000\/01\/ski_hohenberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16486\" class=\"wp-image-16486 size-full\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2000\/01\/ski_hohenberg.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2000\/01\/ski_hohenberg.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2000\/01\/ski_hohenberg-250x155.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16486\" class=\"wp-caption-text\">Am verschneiten Hang in Hohenberg<\/p><\/div>\n<p>Nach 1945 war der Sport erneut wieder fest im Lehrplan verankert, allerdings wurden die Ausw\u00fcchse der Nazi-Zeit gestutzt. Die Schule beteiligte sich seit den f\u00fcnfziger Jahren auch an den Bundesjugendspielen, die Skikurse wurden wieder aufgenommen. Zum Manko wurde allerdings immer mehr, dass die Schule nur noch \u00fcber die alte Aula als Turnhalle verf\u00fcgte und es keine angemessenen Au\u00dfensportanlagen gab. Noch lange Zeit wurde das Laufen auf einer Schotterbahn im heutigen Schulhof trainiert. Erst der Bau der modernen Dreifach-Turnhalle und die Einweihung der modernen Au\u00dfensportanlagen zu Beginn der achtziger Jahre brachten hier Entlastung.<\/p>\n<div id=\"attachment_13676\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1980.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13676\" class=\"size-full wp-image-13676\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1980.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1980.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1980-150x94.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1980-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/turnhalle1980-250x156.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13676\" class=\"wp-caption-text\">Die neue Turnhalle nach der Fertigstellung<\/p><\/div>\n<p>Heute verzeichnet das Richard-Wagner-Gymnasium neben dem regul\u00e4ren Sportunterricht ein vielf\u00e4ltiges Angebot an Sport-AGs: Badminton, Fu\u00dfball, Klettern, Mountainbiken, Parkour, Reiten, Tanz und Zirkusk\u00fcnste werden in eigenen Gruppen trainiert. In der Oberstufe kann Sport als Abiturfach gew\u00e4hlt werden, und jedes Jahre werden W- und P-Seminare im Fach Sport angeboten und besucht. Sch\u00fcler und Lehrer beteiligen sich an zahlreichen schulischen und au\u00dferschulischen Wettbewerben. Ein H\u00f6hepunkt ist jedes Jahr der Ski-Kurs der 7. Klassen im schneesicheren Ahrntal in S\u00fcdtirol. Und die vorerst letzte Errungenschaft der Fachschaft Sport ist die Errichtung einer modernen Kletterwand an der Seitenwand der Dreifach-Turnhalle. Selbst die Oberb\u00fcrgermeisterin der Stadt Bayreuth lie\u00df es sich am Er\u00f6ffnungstag am 13. Januar 2016 nicht nehmen h\u00f6chstpers\u00f6nlich diesen Gipfel zu besteigen.<\/p>\n<div id=\"attachment_13677\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/kletterwand_merk_erbe_2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13677\" class=\"size-full wp-image-13677\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/kletterwand_merk_erbe_2016.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/kletterwand_merk_erbe_2016.jpg 200w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/kletterwand_merk_erbe_2016-100x150.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13677\" class=\"wp-caption-text\">Die Oberb\u00fcrgermeisterin in der RWG-Kletterwand 2016<\/p><\/div>\n<p>\u00dcbrigens: Eine Turnkleidung ist heutzutage am RWG nicht mehr notwendig. Lehrerinnen und Lehrer achten auf Schicklichkeit. Das Zartgef\u00fchl wird nicht verletzt. Studiendirektor Gro\u00dfmann und Schulrat Kesselring w\u00e4ren zufrieden.<br \/>\nWas die eigentlichen Sportarten betrifft: Beim Frauen-Fu\u00dfball und angesichts von Frauen am Lenkrad von Rennautos ger\u00e4t heue noch mancher Mann ins Gr\u00fcbeln und verweist gern auf naturgegebene Unterschiede. Im Ethik-Unterricht kann dies als Beispiel f\u00fcr den naturalistischen Fehlschluss herangezogen werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_13680\" style=\"width: 910px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13680\" class=\"size-full wp-image-13680\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball.jpg 900w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball-150x46.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball-450x138.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball-768x235.jpg 768w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fussball-250x76.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13680\" class=\"wp-caption-text\">Fu\u00dfball 2016 koedukativ: M\u00e4dchen und Jungs rangeln um den Ballbesitz.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits die alten Kreter, Mykener und Griechen betrieben Sport, und auch schon im antiken Olympia wurde bei der Ern\u00e4hrung der Athleten bereits mit doping-\u00e4hnlichen Methoden experimentiert, die hier nicht n\u00e4her beschrieben werden k\u00f6nnen. Aber der Sport war eine Besch\u00e4ftigung der m\u00e4nnlichen Oberschicht: Frauen war der Zutritt in Olympia verboten, zumal die M\u00e4nner auch die Kleider&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13635"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13635"}],"version-history":[{"count":73,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13635\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13719,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13635\/revisions\/13719"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}