{"id":13345,"date":"2000-01-16T02:00:00","date_gmt":"2000-01-16T01:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/?p=13345"},"modified":"2023-12-04T16:19:48","modified_gmt":"2023-12-04T15:19:48","slug":"tanzkurs-trouble-1905","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/?p=13345","title":{"rendered":"Tanzkurs-Trouble 1905"},"content":{"rendered":"<p>Das Tanzen avancierte im 19. Jahrhundert zu einem \u00fcberaus wichtigen Bestandteil des b\u00fcrgerlichen Lebens. Es war ein bedeutendes Freizeitvergn\u00fcgen, eine der wenigen M\u00f6glichkeit dem Bewegungsdrang \u00f6ffentlich Luft zu verschaffen und sich in angemessenem Outfit und in standesgem\u00e4\u00dfer Gesellschaft selbst darzustellen. Die Sch\u00fclerschaft markierte damals wie heute mit einem Abschlussball die erlangte Reife.<\/p>\n<p>Vor allem war das Tanzen f\u00fcr die h\u00f6heren T\u00f6chter von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit: Hier war eine der eher seltenen und daher oft sorgf\u00e4ltig arrangierten Gelegenheiten, bei denen der Heiratsmarkt offiziell er\u00f6ffnet war. Unter den aufmerksamen Blicken der Eltern wurden die jungen Frauen &#8222;in die Gesellschaft eingef\u00fchrt&#8220;, die Heiratskandidatinnen und -kandidaten konnten sich gegenseitig inspizieren, beschnuppern und auf Tuchf\u00fchlung gehen. B\u00fcrgerball, Ressourcentreffen und Tanztee entwickelten sich daher auch in Bayreuth zu wichtigen Ereignissen, die (Jagd-)Saison begann.<\/p>\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden geriet die h\u00f6here T\u00f6chterschule jedoch in die Bredoullie. Denn einerseits galt das bew\u00e4hrte Prinzip der &#8222;Education&#8220;: Jungen wie M\u00e4dchen wurden &#8211; selbstverst\u00e4ndlich nur an den &#8222;h\u00f6heren&#8220; und &#8222;weiterf\u00fchrenden&#8220; Schule &#8211; strikt getrennt und verschieden erzogen. Die Unterrichtsinhalte und -ziele konnten unm\u00f6glich identisch sein, und sittliche Irrungen und Wirrungen, die sich bei einer Vermischung der herauswachsenden jungen Leute h\u00e4tten ergeben k\u00f6nnen, sollten von vornherein unterbunden werden. Was Gott getrennt hatte, sollte der Mensch nicht verbinden.<\/p>\n<p>Anderseits war jedoch auf eine standesgem\u00e4\u00dfe Ausbildung der h\u00f6heren T\u00f6chter zu achten, zu der auch unabdingbar gesellschaftlicher Schliff und damit auch die F\u00e4higkeit zum Gesellschaftstanz geh\u00f6rte: Stets drohte die Gefahr, als unverheiratetes Mauerbl\u00fcmchen sitzenzubleiben. Die V\u00e4ter und die M\u00fctter mussten allerh\u00f6chstes Interesse haben, dass ihre T\u00f6chter auf dem Parkett in den Armen eines heiratswilligen Tanzpartners bella figura machten.<\/p>\n<p>Anfangs gab es offenbar auch keine Probleme. Gymnasialdirektor Grossmann, erster Schulleiter seit 1867, gestattete im Jahr 1883, dass die Sch\u00fclerinnen der h\u00f6heren T\u00f6chterschule, die er nebenamtlich betreute, mit den Sch\u00fclern seines eigenen humanistischen Gymnasiums auf dem Tanzboden ins Gemenge kamen:<\/p>\n<p><em>Den Sch\u00fclerinnen der n\u00e4chstj\u00e4hrigen V. Klasse wurde gestattet, an dem morgen beginnenden 14t\u00e4gigen Tanzunterricht mit Sch\u00fclern der n\u00e4chstj\u00e4hrigen Oberklasse des Gymnasiums teilzunehmen.<\/em><\/p>\n<p>Schulrat Kesselring, seit 1898 Vorstand des Direktoriums, behandelte die Angelegenheit nicht mehr auf so heiter-humanistische Art. Einerseits fortschrittlich und modern &#8211; er mauserte sich alsbald zum K\u00e4mpfer gegen das Korsett bei den Sch\u00fclerinnen &#8211; , wandelten ihn hier Bedenken sittlich-p\u00e4dagogischer Natur an. Er, der Verfasser der &#8222;Disziplinar-Ordnung der h\u00f6heren T\u00f6chterschule&#8220;, der alsbald stadtbekannten &#8222;Schulzucht&#8220;, witterte hier Vergn\u00fcgungen, die &#8222;nur dem reiferen Alter&#8220; vorbehalten sein sollten, da sie &#8222;den Sinn zu sehr zerstreuen&#8220;. So formulierte er es 1896 in der Schulzucht und verbot darin den Sch\u00fclerinnen &#8222;der Anstalt&#8220; kurzerhand die &#8222;Tanzunterrichte&#8220;, &#8222;B\u00e4lle&#8220; und &#8222;Tanzvergn\u00fcgungen&#8220;.<\/p>\n<p>Allerdings versuchte er auch R\u00fcckendeckung h\u00f6heren Orts zu erhalten. In seinem Jahresbericht an die Kgl. Regierung von Oberfranken meldete er 1899, dass &#8222;eine Anzahl Sch\u00fclerinnen des V. Kurses&#8220; den Antrag gestellt hatte, &#8222;noch w\u00e4hrend der Schulzeit den Tanzkurs besuchen zu d\u00fcrfen&#8220;. Er ersuchte um eine &#8222;Verordnung der hohen Kreisregierung&#8220;, die die Angelegenheit verbindlich regeln sollte, und pl\u00e4dierte in seinem Schreiben daf\u00fcr, &#8222;da\u00df unsere M\u00e4dchen nicht schon mit 15 Jahren, sondern erst in etwas reiferem Alter als neue Erscheinung in der Gesellschaft und damit im \u00f6ffentlichen Leben eingef\u00fchrt werden&#8220;.<\/p>\n<p>Eine Verordnung der hohen Kreisregierung traf dann schlie\u00dflich ein, und sie war offenbar ganz in seinem Sinne. Und als dann im Jahr 1904 vier Sch\u00fclerinnen ertappt wurden, die an einem Tanz der Abituria teilgenommen hatten, der Vereinigung der Sch\u00fcler des humanistischen Gymnasiums, wurde nach einer erregten Diskussion im Lehrerrat schlie\u00dflich den Sch\u00fclerinnen feierlich die Entlassung angedroht. Zudem wurde nun am 20. Oktober ein offiziell gedrucktes Schreiben an die Eltern herausgeben, in dem Kesselring unter Berufung auf die einschl\u00e4gigen Paragraphen und Regierungsanordnungen den Tanzunterricht und das Tanzen untersagte &#8211; &#8222;um unliebsamen Vorkommnissen vorzubeugen&#8220;. Da ihm auch beim Eislauf &#8222;der Verkehr mit Sch\u00fclern&#8220; ein Dorn im Auge war, wurde eben dieser Verkehr ebenfalls verboten, &#8222;soweit nicht verwandtschaftliche Beziehungen in Frage kommen&#8220;. Im Falle von &#8222;Zuwiderhandlungen&#8220; wurde die M\u00f6glichkeit der Entlassung aus der Schule angedroht, und wenig verbindlich und wie nebenbei wurde am Ende des Schreibens auch darauf hingewiesen, dass Sch\u00fclerinnen, die vor dem Ablauf ihrer Schulpflicht die Anstalt verlassen wollten, wieder der Disziplinargewalt der Volksschulen unterstehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><!--[caption id=\"attachment_13357\" align=\"aligncenter\" width=\"450\"]--><\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"transform: rotate(0deg); margin:3px; padding: 0px; box-shadow: 3px 5px 10px gray; border: 1px solid #cccccc; display: inline-block; \"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Elternbrief_1904_Verbot_Tanzkurs_Eislauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13357\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Elternbrief_1904_Verbot_Tanzkurs_Eislauf.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"526\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Elternbrief_1904_Verbot_Tanzkurs_Eislauf.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Elternbrief_1904_Verbot_Tanzkurs_Eislauf-128x150.jpg 128w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Elternbrief_1904_Verbot_Tanzkurs_Eislauf-385x450.jpg 385w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Elternbrief_1904_Verbot_Tanzkurs_Eislauf-250x292.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: center; color: gray;\"> Das Schreiben Kesselrings vom 20.10.1904<\/p>\n<p>Damit hatte sich die Schule aber selbst Probleme eingebrockt. Das Schreiben \u00f6ffnete vorerst der Denunziation T\u00fcr und Tor, denn die aufmerksamen Bayreuther meldeten sofort, vorzugsweise in anonymen Schreiben, wenn eine der Sch\u00fclerinnen beim verbotenen Tanzen beobachtet worden war. Kesselring nahm diese Schreiben zur Kenntnis. Und als dann gleich 1905 ein anonymer Brief eintraf, dass &#8222;die H.&#8220; an einem &#8222;Maskenscherz&#8220; teilgenommen und getanzt hatte, sah er sich veranlasst ein Exempel zu statuieren. Der Lehrerrat verhandelte, drohte erneut wie schon beim Vorfall im Jahr 1904 die Entlassung an und schlug vor, dass die Sch\u00fclerin &#8222;freiwillig&#8220; die Schule verlassen solle.<\/p>\n<p>Hier war der Bogen \u00fcberspannt. Der Vater, erkennbar ein hochgestellter Herr, der seine Tochter f\u00fcr teures Geld an der Schule ausbilden lie\u00df, fand es in einem Schreiben an Kesselring &#8222;unbegreiflich&#8220;, dass seine 16j\u00e4hrige Tochter wegen dieses Vorfalls die Schule verlassen sollte, wobei sie zudem auch in Begleitung ihrer Mutter das Tanzvergn\u00fcgen besucht hatte. Gegen Kesselring wurden von dem Vater schwere Vorw\u00fcrfe erhoben, weil er auf die anonymen Anschuldigungen anderer Leute geh\u00f6rt hatte. Und schlie\u00dflich gab es f\u00fcr den Herrn Schulmeister noch einen Wink mit dem gesellschaftlichen Zaunpfahl:<\/p>\n<p><em>T\u00f6chter besser gestellter Personen haben andere Rechte als ein Arbeiterkind.<\/em><\/p>\n<p>Kesselring und das Lehrerkollegium, deren Anstalt vollst\u00e4ndig von der Akzeptanz bei den st\u00e4dtischen Honoration abh\u00e4ngig war, mussten daher schleunigst einlenken. Und so beeilte sich das Kollegium, den Sch\u00fclerinnen f\u00fcr das kommende Schuljahr 1905\/1906 einen Tanzunterricht zu erm\u00f6glichen. Stolz pr\u00e4sentierten sich nun die Sch\u00fclerinnen mit ihren Tanzherren auf dem Gruppenphoto.<\/p>\n<div id=\"attachment_13362\" style=\"width: 910px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13362\" class=\"size-full wp-image-13362\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"556\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906.jpg 900w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906-450x278.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906-768x474.jpg 768w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/tanzkurs_1905_1906-250x154.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13362\" class=\"wp-caption-text\">Der Tanzkurs im Schuljahr 1905\/1906<\/p><\/div>\n<p>Nach den Unterlagen wurde gleich anschlie\u00dfend auch 1907 f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen der 6. Klasse sowohl ein Tanzunterricht als auch ein &#8222;Anstandsunterricht&#8220; eingerichtet; die Kosten wurden auf &#8222;20-25 M.&#8220; beziffert.<\/p>\n<p>1911 gab es dann nochmals eine halbherzige Rolle r\u00fcckw\u00e4rts: F\u00fcr die Sch\u00fclerinnen der 6. Klasse, die &#8222;wie bisher an den Abschlu\u00dffeierlichkeiten der Abituria&#8220; teilnehmen wollten &#8211; was auch gar nicht mehr untersagt wurde &#8211; und die sich daf\u00fcr mit Tanz- und Anstandsunterricht vorbereiten wollten, wurde ein derartiger Unterricht eingerichtet. Aber ihn sollten nur die Sch\u00fclerinnen &#8222;allein&#8220; besuchen. Der &#8222;Lehrer der Tanzkunst Herr Helm aus Hof&#8220; sollte ihn leiten, und Kesselring regte an, dass abwechselnd Lehrer den Kurs besuchten sollten, &#8222;dass sich die Sch\u00fclerinnen beobachtet wu\u00dften.&#8220;<\/p>\n<p>In der Weimarer Republik gab es dann keine &#8222;Schulzucht&#8220; und keine obrigkeitsstaatlichen &#8222;moralischen&#8220; Reglementierungen mehr. 1921 nahmen die Sch\u00fclerinnen wie selbstverst\u00e4ndlich Platz, hinter ihnen nahmen die Tanzherren Aufstellung.<\/p>\n<div id=\"attachment_13367\" style=\"width: 601px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Schuelerinnen_mit_Tanzstundenherren_1921-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13367\" class=\"size-full wp-image-13367\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Schuelerinnen_mit_Tanzstundenherren_1921-1.jpg\" alt=\"\" width=\"591\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Schuelerinnen_mit_Tanzstundenherren_1921-1.jpg 591w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Schuelerinnen_mit_Tanzstundenherren_1921-1-150x95.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Schuelerinnen_mit_Tanzstundenherren_1921-1-450x285.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Schuelerinnen_mit_Tanzstundenherren_1921-1-250x158.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13367\" class=\"wp-caption-text\">Sch\u00fclerinnen mit Tanzstunden-Herren 1921<\/p><\/div>\n<p>In der Nazizeit und besonders im 2. Weltkrieg wurde das Tanzen wieder zu einer problematischen Angelegenheit. Ein &#8222;deutsches M\u00e4del&#8220; war sittenrein und tugendhaft und gab sich keinen Ausschweifungen hin. Andererseits musste man gerade in den Kriegsjahren die willkommene Ablenkung der bescheidenen Tanzvergn\u00fcgungen zulassen. 1943, nach der Niederlage von Stalingrad, war aber auch damit Schluss. In einem in einer Abschrift erhaltenen Brief an den Bayreuther B\u00fcrgermeister emp\u00f6rte sich der &#8222;Gaupropagandawalter der Gauhauptstelle Propaganda und Presse&#8220;, dass ihm hinterbracht worden war, dass Sch\u00fclerinnen der Schule &#8222;in der heutigen Zeit nichts Dringenderes zu tun haben, als die Tanzstunde mitzumachen&#8220; &#8211; w\u00e4hrend an der Ostfront &#8222;die Besten des Reiches&#8220; fallen. Der Gaupropagandaleiter pl\u00e4dierte f\u00fcr ein &#8222;allgemeines Tanzstundenverbot&#8220;. &#8211; Schulleiter Kn\u00f6rl nahm zu dem Brief Stellung. Er lehnte nun den Tanzunterricht im Krieg strikt ab.<\/p>\n<p>Nach 1945 kehrte auch an der Tanzfront allm\u00e4hlich Ruhe ein. In den 50er Jahren werden sich sicher manche bei Rock&#8217;n&#8217;Roll-H\u00fcftschw\u00fcngen verletzt haben, dann verlagerte sich der Trubel in die &#8222;Diskos&#8220;. Aber das Tanzen selbst l\u00f6ste an der Schule nicht mehr wie zu Kesselrings Zeiten Skandale aus. Die Schule richtete selbst Tanzkurse aus, sp\u00e4ter \u00fcbernahm die SMV die Organisation. Sch\u00fclerinnen, Sch\u00fcler und Lehrer sind Mitglieder in den Bayreuther Tanzvereinen. In Wahlkursen werden klassische und moderne t\u00e4nzerische Bewegungsabl\u00e4ufe trainiert. Bei Abschlussb\u00e4llen und Abitur-Feiern wird eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Zum Erstaunen der Sch\u00fclerschaft verwandeln sich Lehrer in hohem und h\u00f6chstem Alter zu versierten Eint\u00e4nzern und manche Lehrerinnen schinden mit Twist-Einlagen Eindruck.<\/p>\n<div id=\"attachment_11975\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/16-17-Tanzkurs-Fl\u00e4che-450.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11975\" class=\"size-full wp-image-11975\" src=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/16-17-Tanzkurs-Fl\u00e4che-450.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/16-17-Tanzkurs-Fl\u00e4che-450.jpg 450w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/16-17-Tanzkurs-Fl\u00e4che-450-150x104.jpg 150w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/16-17-Tanzkurs-Fl\u00e4che-450-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/16-17-Tanzkurs-Fl\u00e4che-450-250x173.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11975\" class=\"wp-caption-text\">Tanzkurs-Abschlussball in der Oberfranken-Halle im Schuljahr 2016\/17<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Tanzen avancierte im 19. Jahrhundert zu einem \u00fcberaus wichtigen Bestandteil des b\u00fcrgerlichen Lebens. Es war ein bedeutendes Freizeitvergn\u00fcgen, eine der wenigen M\u00f6glichkeit dem Bewegungsdrang \u00f6ffentlich Luft zu verschaffen und sich in angemessenem Outfit und in standesgem\u00e4\u00dfer Gesellschaft selbst darzustellen. Die Sch\u00fclerschaft markierte damals wie heute mit einem Abschlussball die erlangte Reife. Vor allem war&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13345"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13345"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35301,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13345\/revisions\/35301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rwg-bayreuth.de\/home\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}