Latein
Heus, usuarie! (Neudeutsch: Hey, User!)
Herzlich willkommen auf unserer pagina: Latein am RWG!
Wo ihre Töchter, die anderen europäischen Sprachen, sich tummeln, darf natürlich die Mama nicht fehlen, und somit kann man am RWG ab der 6. Klasse also auch das Original kennenlernen. So bekommt man Einblicke in die Sprache Caesars und Ciceros, aber auch der Humanisten, der Ärzte, Juristen und Techniker; und im Umgang mit der Antike wird uns unsere Kultur und Welt und unsere Position darin klarer und...
... endlich verstehst du auch die deutsche Grammatik und diese vielen lateinischen international gebräuchlichen Fachbegriffe! All die erwähnten nützlichen und spannenden Dinge lernst Du in dem neuen Lateinwerk CURSUS kennen, das mit seinen übersichtlichen Lernabschnitten, aber auch einer Menge Infos und schöner Bilder einfach toll ist.
... dann natürlich auch noch die Lateinlehrerinnen und Lateinlehrer! Hier seht ihr:
August Fürst (Fachbetreuer)
Übrigens, um Missverständnissen vorzubeugen: Wir unterrichten nicht in Tunica oder Toga, vielmehr stammen diese Bilder aus einem Film über römisches Kochen. Soweit in aller Kürze also über unser Fach! Noch Fragen? Gerne beanworten wir auch Details!
Die Lateiner am RWG
Auf den Spuren der Römer in La Spezia
Vom 11.- 18. März wandelten die Lateinschüler der 10. Klassen auf den Spuren der Römer in La Spezia. Hier finden sich bereits die ersten Bilder.
AUF DEN SPUREN DER RÖMER
Latein-Studienfahrt der Klassen 10abd mit Frau Loch, Frau Kröber und Herrn Polaczek
Am Sonntag, den 11.03.2007, um 7 Uhr morgens machen wir uns auf den Weg die Spuren der Römer zu entdecken. Schnell merken wir, dass unsere Studienfahrt nicht erst in Italien, sondern schon in Deutschland beginnen soll. Auf der A9 – Richtung Ingolstadt- kann man einen Limes (einen breiten Wall), die damalige Nordgrenze des römischen Reiches erkennen.
Schon bald werden wir angespornt die Fragen der Lehrer zu beantworten, denn als Prämie gibt es heiß begehrte Eispunkte, die großzügig nicht nur an die Schüler, sondern auch an die Lehrer verteilt und natürlich auch eingelöst werden.
Angekommen in La Spezia, genauer gesagt in Biassa, in der Jugendherberge „Ostello Tramonti“ beziehen wir schnell die Zimmer, um anschließend die beliebte italienische Küche testen zu können. Todmüde und gespannt auf den nächsten Tag, fallen wir in unsere Betten.
Am nächsten Tag, um 8:30 Uhr sitzen wir im Frühstückssaal mit Ausblick auf die Bucht La Spezias und lassen uns die noch warmen Croissants schmecken. Heute steht großer Empfang im Rathaus auf dem Programm, bei dem wir typische italienische Köstlichkeiten, als unser zweites Frühstück genießen. Frisch gestärkt und mit unserem neuen Stadtplan machen wir uns auf zu einem Stadtrundgang mit unseren fast einheimischen Fremdenführern, Frau Kröber und Herr Polaczek. Vorbei am Hafen, mit dem wunderschönen in der Sonne glitzernden Meer und am Denkmal Garibaldis, der 1860 durch Befreiungskriege Italien von Spanien, Frankreich und Österreich befreit hat. Die Lateinkenntnisse können endlich zum Einsatz kommen und die Eispunkteverteilung geht stetig weiter. Überraschend entdecken wir in einer Gasse das unscheinbare Richard Wagner Haus, denn hier in La Spezia, in einer früheren Herberge, findet er, wie wir, geblendet vom Anblick des Meeres, seine Inspiration zur Rheingold Oper. Genau wie unsere Schule hat auch die Partnerschule in La Spezia als Namensgeber einen berühmten Künstler: „Agostino Fossati“. Einen kleinen Exkurs in das Fach Kunst, zeigt uns Andrea della Robbia mit seinem Terracotta Kunstwerk und seiner außergewöhnlichen Farbauswahl in der Kirche Santa Maria. Nach der ersten italienischen Pizza geht es mit dem Bus nach Porto Venere, „dem Hafen der Venus“. Eine Wanderung auf den Klippen, der tolle Ausblick auf die endlose Weite des Meeres und die Sonne, geben uns jetzt schon im März das richtige Urlaubsfeeling. Nach einem kleinen Stadtbummel in La Spezia, fahren wir, den Italienern unsere deutschen Lieder vorsingend, zurück in die Jugendherberge, wo wir, wie jeden Abend, mit unserer Lateinlehrerin Frau Loch und mit Frau Kröber nochmals die wichtigsten Aspekte zum Thema "Latein und Römer" gemeinsam wiederholen und uns dabei Notizen machen. Nach dem Essen in unserer Pizzeria, gehen alle in ihr Bett und schlafen sich für den nächsten Tag aus.
Am zweiten Tag müssen wir schon etwas eher aufstehen, da wir einen Ausflug nach Lucca und Pisa machen. Angekommen in Lucca sticht uns sofort der große Wall mit einem breiten Graben, den man teilweise noch erkennen kann, ins Auge. Auch hier sind römische Wurzeln zu entdecken. Neben diesem Wall, gibt es auch ein Forum, welches den Mittelpunkt der Stadt bildet. Hier steht an Stelle der früheren Basilika, eine Kirche, die San Michele heißt. Nach einer sehr amüsanten Radtour auf dem 4 km langen Wall um die Stadt herum, bekommen wir Zeit die Stadt zu erkunden. Alle wieder sicher am Bus angekommen, geht’s weiter nach Pisa. Das Highlight war natürlich die Piazza dei Miracoli, wo sich der berühmte „Schiefe Turm von Pisa“ befindet. Neben diesem kann man auch die größte Taufkapelle Europas und einen Dom bewundern. Diese drei „Wunder“ sollen die göttliche Dreieinigkeit darstellen. Auch die vielen Verkaufsstände auf dieser „Piazza“ laden zu einem Einkauf ein. Nach einem sehr anstrengenden Tag in der Sonne, fahren wir nach La Spezia zurück und schließlich auch in die Jugendherberge. Hier ist heute Selbstverpflegung angesagt.
Am Mittwoch dürfen wir wieder etwas länger schlafen und fahren um 9 Uhr nach La Spezia, wo wir 247 Treppenstufen zum „Castello di San Giorgio“ hinaufsteigen. Das Castello ist eine Burg in der das Stadtmuseum eingerichtet ist. Hier kann man viele verschiedene Sachen sehen, die vor allem auf die Römerzeit zurückzuführen sind. Zum Beispiel Säulen aus Marmor, Statuen bei denen jeweils die Köpfe je nach Kaiser ausgetauscht werden können und römischen Schmuck. Am Schönsten jedoch ist der Ausblick von der Terrasse auf den Hafen von La Spezia. Nach dem Mittagessen in der Stadt fahren wir dann nach San Terenzo, wo sich ein kleiner Strand befindet. Hier können wir unsere Füße im Mittelmeer baden. Einige haben sogar ihre Badehose dabei und schwimmen eine Runde. Gegen Abend fahren wir wieder nach Biassa in die Herberge und gehen in unser „Stammlokal“ zum Nudelessen.
Am nächsten Tag, nach dem Frühstück starten wir durch nach Luni. Hier kann man Ausgrabungen einer typisch römischen Stadt sehen. Wir Lateinprofis erkennen sogar einzelne Räume und Säulenreste. In dem „Museo archeologico“ sind sehr viele Fundstücke (zum Beispiel Schmuck, Münzen, Mosaike, ein echter Brunnen etc.) ausgestellt. Da wir wieder weiter nach Sarzana müssen, können wir uns hier leider nicht länger aufhalten. In Sarzana haben wir Freigang und besuchen den großen Wochenmarkt und die kleinen Geschäfte. Das Sonnetanken auf dem Forum genügt uns nicht, deshalb fahren wir wieder nach San Terenzo an den schönen Sandstrand, wo wir Volleyball spielen und auf den heißen Steinen bei einem kühlen Getränk unsere Füße in das Meer baumeln lassen. Mit knurrendem Magen fahren wir zu einem gemeinsamen Essen in eine schöne Pizzeria nach La Spezia. Hier spendiert uns Frau Kröber nach einer echten italienischen Pizza einen Nachtisch. Nach Panna Cotta und Tiramisu geht’s wieder singend nach dem Motto „Wir repräsentieren Deutschland“ mit dem letzten Bus nach Biassa. Hundemüde fallen wir in unsere Betten mit der erfreulichen Nachricht, am nächsten Tag bis 8:30 Uhr schlafen zu können, denn es steht eine anstrengende Wanderung in den Cinque Terre bevor.
Mit Wanderschuhen, Bikini und Handtuch bewaffnet, geht es von Riomaggiore zu Fuß auf dem Weg der Liebe nach Manarola. Von dort aus weiter mit dem Zug, an Corniglia vorbei, nach Vernazza. Nach einer kurzen Stärkung wandern wir auf Trampelpfaden, mit wunderschönem Ausblick auf das türkis blaue Meer, die Klippen entlang nach Monterosso al mare. Als Belohnung gibt es ein Eis, das wir beim Relaxen am Strand genießen. Eine einmalige Sehenswürdigkeit der caligo – ein besonderer Nebel – wird uns direkt vom Experten Herrn Polaczek erklärt. Am Abend gehen wir in die Pizzeria, wo wir heute italienische Spezialitäten kosten dürfen.
Heute ist unser letzter Tag und wir fahren nach Le Grazie, um die Villa Romana, die letzte Etappe auf „den Spuren der Römer“, zu besichtigen. Es ist für die damalige Zeit eine rießengroße Anlage, denn sie ist sowohl eine Villa Rustica, als auch eine Villa Marittima. Die Besonderheit an dieser Villa war die Olivenpresse, die man in kleinen Teilen noch erkennen kann, weil das Öl in die ganze Welt exportiert wurde. Um keine Einzelheiten zu verpassen, führt uns „ein alter Römer“, der Wächter dieser Villa, über das Gelände. Danach fahren wir mit dem Bus zurück nach La Spezia, wo wir uns auf dem Jahrmarkt (Fiera) austoben können. Auf der Hut vor Taschendieben erleichtern wir unsere Geldbeutel und kriegen anschließend eine exzellente Führung durch das Siegelmuseum von Jorrit, wo wir wieder Eispunkte sammeln können. Unsere Gruppe teilt sich in zwei Teile, denn die einen fahren zurück nach Biassa und die anderen genießen die letzte Stunde in La Spezia. Um den Abend ausklingen zu lassen, essen wir wieder in unserer Pizzeria. Danach ist Kofferpacken angesagt.
Am frühen Morgen geht es dann mit unseren lustigen Busfahrern zurück in das regnerische Deutschland.
Jennifer Haas, 10a und Katja Hagen, 10b
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