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SWG-Projekt: 50er Jahre

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Wie war das eigentlich mit den 50er Jahren? Der Krieg war schon eine geraume Zeit zu Ende und die Wirtschaft begann wieder Tritt zu fassen. Das Wirtschaftswunder war geboren, das die Zeit und ihre Menschen prägte. Wie dies konkret im Alltag unserer Stadt aussah, erkundete ein Projekt, das die Schüler des SWG-Zweiges der Klassen 9b und 9c auf die Beine stellten.

Akribisch wurden die Zeitumstände recherchiert, Anschauungsmaterial gesammelt und Zeitzeugen befragt. So entstand eine ausgesprochen interessante und kurzweilig zu lesende Dokumentation unter dem Titel „Wie waren die 50er Jahre wirklich?, welche die Lebensverhältnisse der Zeit rekonstruiert. Eine große Rolle spielen in der Untersuchung die Bereiche Mode, Wohnen, Freizeit und Musik. Viel wurde damals selbst geschneidert und wer kennt nicht die damaligen Nierentischchen? Die Rock-and-Roll-Musik gab es auf Schallplatten und im Kino liefen die Sissi-Filme. Doch bevor sich nostalgische Wehmut breit macht, macht die Dokumentation auch deutlich, dass die 50er Jahre immer noch eine Zeit war, in den viele in schwierigen materiellen Verhältnissen labten. Deshalb war der Gemüsegarten wichtig, und viele Vertriebene rangen um ihre Integration.

Einen gewichtigen Raum nimmt in der Untersuchung die Darstellung der politischen Verhältnisse ein. Anhand der langsam beginnenden Schüleraustausche ist auch die deutsch-französische Aussöhnung dokumentiert. Es war etwas Sensationelles, dass 1958 – 13 Jahre nach Kriegsende – die ersten Schülerinnen unserer Schule per Zug nach Amiens in Frankreich reisten und Franzosen zum Gegenbesuch nach Bayreuth kamen.

Mit der Arbeit, die Frau Wenger im Sozialkundeunterricht betreute, nimmt die Klasse an einem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teil.

 

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Projektarbeit: 50er Jahre (1MB)