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Roboterbau am RWG

Was ist ein Roboter? Viele denken sofort an die großen Industrieroboter, die in großer Stückzahl in Fertigungsstraßen der Automobilindustrie vor sich hinwerkeln. Echte Roboter sind aber etwas ganz anderes: Sie können sich selbständig in einer ständig wechselnden Umwelt zurechtfinden. Mit ihnen befasst sich der Wahlkurs „Roboterbau“ am RWG, ihnen gehört die Zukunft.

Zur Zeit gibt es zwei Roboter-Gruppen an unserer Schule, von denen eine ein reines Mädchen-Team ist. Vor allem geht es darum, Roboter zu bauen, die Fußball spielen können: Von wegen Fußball und Technik seien nichts für Mädchen!

Gearbeitet wird mit zwei verschiedenen Systemen: Mit LEGO-Mindstorms und mit TETRIXX. Die LEGO-Roboter werden mit den bekannten Bausteinen aufgebaut und ergeben sehr wendige Fahrmaschinen, die von einem Mikroprozessor gesteuert werden. Das Programm dazu wird am Laptop graphisch entworfen und über eine Infrarotbrücke an den Prozessor gesandt. Die TETRIXX-Roboter sind sehr stabil aus Metallstreben aufgebaut, am ehesten vergleichbar mit den früheren Märklin-Metallbaukästen. Die Programmiersprache ist hier C++, das Programm wird ebenfalls erst am stationären Rechner erstellt und dann auf den Roboter übertragen.

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So sieht einer der Fußball-Roboter unserer Schule aus.

Warum ist so ein Roboter-Wahlkurs besonders interessant für weiterführende Schulen?

1. In diesem Kurs wird Informatik-Grundbildung vermittelt. Das strukturierte Programmieren ist der optimale Zugang zum Computer, denn hier wird das grundlegende Verständnis dafür gelegt, was ein Computer kann und wie man ihm das mühsam beibringen muss.

2. Das Programmieren erfolgt im „Trial-and-Error-Verfahren“; gleich nachdem man sich eine Befehlsfolge ausgedacht hat, kann man diese am Roboter testen – ideal für selbständiges Schülerarbeiten.

3. Der Kurs ist Fächer übergreifend: Neben der Informatik muss man Physik-Kenntnisse auffrischen, auch die Mathematik ist nützlich. Wir mussten die passenden Getriebe-Übersetzungen austüfteln und im Internet die Eigenschaften von Infrarot-Sensoren recherchieren.

4. Der Kurs ist nicht so kopflastig wie viele Fächer am Gymnasium. Die Schüler lernen Löten, sie müssen Metalle sägen, feilen, bohren, sie müssen Schrauben mit dem richtigen Gefühl anziehen oder mit passenden Klebstoffen arbeiten. Hier wird einer Rechts-Mausklick-Generation gerade noch rechtzeitig Feinmotorik beigebracht!

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Für den Roboterbau braucht man Geduld und Fingerspitzengefühl.

5. Dass das den Schülern Spaß macht, merkt man daran, dass sie den Lehrer abholen, wenn er nicht rechtzeitig vor dem Kursraum erscheint – das erlebt man beim Pflichtunterricht nur selten.