RICHARD-WAGNER-GYMNASIUM BAYREUTH
DIGITALES SCHULMUSEUM UND SCHULARCHIV

Stationen 1945 bis heute

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Stationen 1945 bis heute

Nachkriegszeit

Das Schulgebäude war bei den Luftangriffen auf Bayreuth unversehrt geblieben, wurde aber von der amerikanischen Besatzungsmacht requiriert und als Kaserne für Besatzungstruppen benutzt.
Erst am 14. 2. 1946 erteilte die Militärregierung die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs.
Raumnot, "Schichtunterricht", Mangel an Lehr- und Lernmitteln, Papierknappheit, Mangel an Brennstoff zur Heizung und schlechte Verkehrsverbindungen für die Auswärtigen belasteten Schüler und Lehrer bis an die Grenze des Erträglichen.

Neubeginn und Konsolidierung

Eine (vorübergehende) Beendigung der Raumnot brachte die Aufstockung des 1942 begonnenen Anbaus und der 1964 fertiggestellte Erweiterungsbau.
Seit 1959 findet ein regelmäßiger Schüleraustausch mit französischen Partnerschulen statt.
1965 wird der Bayern neu eingeführte Schulzweig "Sozialwissenschaftliches Gymnasium für Mädchen" angegliedert, der den "besonderen Erfordernissen" der Mädchen- und Frauenbildung gerecht werden sollte.
Nach mehreren Umbenennungen in den Nachkriegsjahren erhielt die Schule 1965 den Namen "Richard-Wagner-Gymnasium".

Moderne Zeiten

Die von der Studentenbewegung 1968 ausgelösten bildungspolitischen Diskussionen bewirken erhebliche Veränderungen.
Es kam zur Einführung der Kollegstufe. Größere formelle Mitsprachemöglichkeiten für Schüler und Eltern wurden eingeführt, u. a. durch die Einrichtung des Schulforums, in dem Elternbeirat, Schülermitverantwortung (SMV) und Lehrerkollegium gleichberechtigt repräsentiert sind.
1976 begann an der Schule die Koedukation.
1986 w urde das Sozialwissenschaftliche Gymnasium für Knaben geöffnet.
Die Schule öffnete sich nun auch nch außen und wurde "moderner", Repräsentation der Schule in der Öffentlichkeit wurden üblich: Schultheateraufführungen und Schulkonzerte fanden statt, der "Tag der offenen Tür" wurde eingeführt, Tanzveranstaltungen, Schulbälle und Jubiläumsveranstaltungen wurden veranstaltet.
Zahlreiche Exkursionen, Studienfahrten und Austauschprogramme ergänzen heute den herkömmlichen Unterricht.
Gesamtgesellschaftliche Probleme und Fragestellungen sowie die Entwicklung der Europäischen Union, die Wiedervereinigung und die Veränderungen in Osteuropa führen zu neuen Anforderungen an die Schule. Hier gewinnen die bildungsgehalte der sozialwissenschaftlichen Ausbildungsrichtung neue Bedeutung.

Abiturklasse 1949
Abiturklasse 1949
Abiturklasse 1968
Abiturklasse 1968
Abiturjahrgang 1998
Abiturjahrgang 1998