Leseförderung

Nichts geht ohne Lesen

Ob Spielanleitung, Internetseite oder Tageszeitung – die wichtigen Informationen in unserer Gesellschaft sind schriftlich vermittelt.

Deshalb muss uns die Förderung der Lesefähigkeit ein wichtiges Anliegen sein. Dabei geht es nicht in erster Linie um das flüssige Vorlesen vor anderen, sondern zu lernen, den Sinn von Texten zu verstehen und Zusammenhänge zu erkennen, um sich auch selbstständig Wissensgebiete zu erschließen.

Unsere Schule möchte der Leseförderung ein besonderes Augenmerk schenken. Es besteht aus diesen Mdulen:

    Klasse 5 – 7: Antolin-Leseprogramm, Lesetagebücher,Leselisten, Klassenlektüren
    Klasse 5: Buchvorstellungen, Lesenacht (Märchenrallye), Besuch von RW 21
    Klasse 6: Sachbuchpräsentationen, Bücherkiste, Vorlesewettbewerb
    Klasse 8: Lesediplom I, Leselisten
    Klasse 9: Leselisten
    Klasse 10/11: Literarisches Quartett/ Literaturcafe, Literaturpräsentationen
    Klasse 11/12: Literaturvortrag (Autorenlesungen), Literaturfahrt (Weimar, Bamberg, München etc.)
    Klassenübergreifend für Mittel- und Oberstufe: Tauschbörse, Bücherflohmarkt, Book-Crossing
5. Klasse 5 bis 7

Die Schüler werden möglichst zu Beginn des Schuljahres mit dem Antolin-Computerleseprogramm [mehr…] vertraut gemacht. Jeder Schüler bekommt ein eigenes Kenn- und Passwort und kann in der Schule und zu Hause zu den von ihm gelesenen Büchern Quizfragen beantworten und damit möglichst viele Punkte sammeln. Wer die meisten Bücher gelesen hat und die klassenintern höchste Punktzahl erreicht hat, bekommt am Ende des Schuljahres in einer kleinen Feier einen Büchergutschein im Wert von 10 Euro vom Elternbeirat spendiert.

Die Schüler können sich an den von der RW 21 speziell für das RWG zusammengestellten Leselisten (auf der Homepage des RWG zu finden) für ihre private Lektüre orientieren und haben somit genügend Auswahl für die ca. 4 bis 5 Bücher, die sie am Ende des Schuljahres gelesen haben sollten und über die sie Einträge in ihr Lesetagebuch machen. Die besten und kreativsten Lesetagebücher wiederum werden am Ende des Schuljahres von den Deutschlehrern ausgewählt und die Schülerwerden mit einem Buchpreis für ihre Arbeit belohnt.

Verschiedene Leselisten mit Leseempfehlungen für die Klassen 5 bis 7 sind am Seiteende zusammengestellt.

Klasse 5

In der 5. Klasse wird neben der Lektüre, die im Unterricht gelesen wird, jeweils ein weiteres Jugendbuch, das Lieblingsbuch des Schülers, anhand eines vorgegebenen Arbeitsblatts den Mitschülern vorgestellt. Die ausgefüllten und kreativ gestalteten „Buchvorstellungen“ können im Klassenzimmer aufgehängt und dann in einem Klassenordner, der allen zugänglich ist, gesammelt werden.

Einen Besuch in der Bayreuther Stadtbibliothek, RW 21, mit Führung (allgemein oder thematisch) durch die einzelnen Abteilungen unternehmen viele Deutschlehrer der 5. Klasse, so dass die Schüler wissen, wo sie hingehen können, wenn sie Bücher privat oder für die Schule benötigen und nach diesem Unterrichtsgang auch alle einen Leseausweis besitzen.

Am Ende des Schuljahres findet die von den Deutschlehrern organisierte beliebte Märchenrallye in Form eines „Leseabends“ für alle 5. Klassen des RWG statt, die mittlerweile eine feste Einrichtung an der Schule geworden ist und auch von den Eltern durch Kuchenspenden unterstützt wird.

Klasse 6

In der 6. Jahrgangsstufe findet im Dezember der bundesweite Vorlesewettbewerb statt, für den sich die Schüler in klassen- und schulinternen Entscheiden qualifizieren können.

Der Lehrplan dieser Jahrgangsstufe sieht vor, dass die Schüler neben der Klassenlektüre ein altersgemäßes Sachbuch lesen und es der Klasse in Einzel- oder Gruppenarbeit präsentieren.

Klasse 7

Wie in den vorherigen Jahrgangsstufen erfolgt die Leseförderung durch das Antolin-Projekt, Lesetagebücher und Klassenlektüren. Interessant für die Eleseförderung sind auch Jugendzeitschriften.

Klasse 8

Um das Lesediplom in Bronze, Silber oder Gold zu erlangen, müssen die Schüler mindestens 15, 20 oder 30 Bücher gelesen und dazu eine Leseliste verfasst haben, auf der sie die von ihnen ausgewählten Werke kurz vorstellen und kommentieren. Der Deutschlehrer der jeweiligen Klasse verteilt am Ende des Schuljahres die Lesediplom-Urkunden, evtl. mit einem kleinen Preis als Würdigung. Eine aktuelle Leseliste mit empfohlenen Romanen und Sachbüchern liegt vor (s. Seitenende).

Klasse 9

Leselisten liefern Anregungen für private Lektüren (s. Seitenende).

Klasse 10/11/12

„Wir werden über Bücher sprechen, und zwar, wie wir immer sprechen: liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich. Denn die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritik der Kritiker.“ (Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett am 18. März 1993)

Ob klassenintern oder in Zusammenarbeit mit den Parallelklassen stellt das Literarische Quartett eine Option zu der üblichen, schulischen Beschäftigung mit Literatur dar. Im Rahmen des P-Seminars Deutsch (Die hundert Besten) fand bereits ein solches Literarisches Quartett in der Black Box der Stadtbibliothek RW 21 statt. Acht Schülerinnen des P-Seminars Q12 diskutierten über vier von ihnen gelesene und empfohlene Bücher öffentlich. Außerdem wurden von ihnen Leselisten für die Mittel- und Oberstufe erstellt.

Im Zusammenhang mit der Beschäftigung mit der Klassik findet für die Q 11 regelmäßig Anfang Oktober eine Literaturfahrt Schüler nach Weimar statt. Auch andere Ziele kommen in Frage, so wurde im letzten Schuljahr von einem Deutschkurs der Q12 das Literaturhaus in München besucht, andere fuhren nach Bamberg, wo sie auf den Spuren von E.T.A. Hoffmann im Rahmen der Beschäftigung mit der Romantik „wandelten“.

Jahrgangsübergreifende Aktionen

Für die Mittel- und Oberstufe wurde in der oberen Pausenhalle auf einem Bücherregal eine „Tauschbörse“(Book-Crossing) eingerichtet. Diese funktioniert so: Die Schüler und auch die Lehrkräfte bringen Bücher, die sie schon gelesen haben und die sie nicht mehr brauchen, in die Schule mit und stellen sie in das Regal. Wer ein Buch mitnehmen will, muss dafür ein anderes einstellen. Dabei handelt es sich nicht um eine Bücherei, es ist also nicht notwendig, dass Ausleihscheine etc. ausgefüllt werden, aber die Schüler und Lehrer wurden darauf hingewiesen, dass dieses System nur funktioniert, wenn wirklich „getauscht“ und nicht nur „mitgenommen“ wird.

Es wäre auch sicherlich lohnenswert, einen Bücherflohmarkt für Belletristik, aber auch für gebrauchte Schulbücher am RWG abzuhalten, evtl. an einem Freitagnachmittag oder im Rahmen des Schulfests im Sommer.

M. Herrmann-Maier

Leselisten

Lektüreliste 5. Klassen
Lektüreliste 6. Klassen
Lektüreliste 7. Klassen
Leseliste der Jugendbücherei Bayreuth für die Klassen 5 und 6
ZEIT-Schülerbibliothek
ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher


Bücherrezensionen des P-Seminars Deutsch 2013/15 für Jugendliche und junge Erwachsene

Das P-Seminar Deutsch hatte eine Reihe von Leseempfehlungen zusammengestellt, die nach Themengebeiten geordnet sind.
Klicken Sie auf den folgenden Link „Übersicht“, um zu diesen Literaturempfehlungen zu gelangen.

Übersicht