Schulleben

Figürchen, Roboter und Kanopen

2015_Kunstpause_Plastik_webUm Figuren aller Art ging es bei Kunstpause in der Blauen Grotte, die, wie schon so oft im Schuljahr, in einen Ausstellungsraum verwandelt worden war.

Zu sehen gab es mehr als genug: Die sechsten Klassen hatten sich das Thema „Roboter“ vorgenommen. Es ist nicht schwer, aus Schuhkartons verschiedener Größe einen Körper herzustellen. Die Kreativität zeigte sich im bunten Gestalten des Äußeren und vor allem beim Innenleben: Bei dem einen Roboter tanzte ein rosa Herz an der richtigen Stelle, bei einem anderen sorgte ein Kühlventilator für die richtige Betriebstemperatur.

Die elften Klassen gestalteten Sitzfiguren. Dabei entstanden anmutige Gebilde mit fließenden Linien und stimmigen Proportionen, die vom Jugendstil inspiriert waren. Bei den neunten Klassen ging es um das Thema Masken. Es ist nicht schwer, sich von den venezianischen Vorbildern inspirieren zu lassen, aber auch nicht ganz einfach, die Farbwahl und die Gestaltungsweise so zu treffen, dass die Masken ihre Wirkung entfalten. Manche waren in Gelb gehalten, andere in Blau oder sogar in unterschiedliche Farbhälften aufgeteilt. Glitzer- und Federschmuck taten ein Übriges, um eine italienische Karnevalsstimmung zu verbreiten.

Die siebenten Klassen hatten ein sehr komplexes Thema bekommen: Sie sollten einen Totentanz im mittelalterlichen Stil gestalten und zwar als Tuschzeichnung. Verwendet werden durfte dafür eine Skelettzeichnung, wie man sie aus Vesalius anatomischen Studien her kennt. Sie wurde von den Schülern in ein selbst gestaltetes, verschiedenen Berufen gewidmetes Bild montiert. Dem Arzt oder der Tänzerin, vor allem aber dem Betrachter wurde so ein makaberes „memento mori“ entgegengeschleudert.

Die achten Klassen befassten sich mit verrückten Typen und Freaks, die es als Tonfigürchen zu formen und später zu brennen galt. In sitzender Haltung, meist mit einem Buch in der Hand oder auf dem Schoß präsentierten sie sich in ganz unterschiedlichen Posen.

Die fünften Klassen hatten das Thema „Ägypten“ zu bearbeiten. Jeder weiß, dass die alten Ägypter ihre Toten mumifizieren und in Sarkophagen beisetzen ließen. Zum Beerdigungsritual gehörte auch die Beisetzung von „Kanopengefäßen“, in denen in der Regel die Eingeweide und Organe bestattet wurden. Hier wurde das Thema so gestaltet, dass als Kanopengefäße kleine Schneekugeln hergerichtet wurden, in denen winzige Pharaonen saßen. Versteckt wurden diese Kanopen unter großen, bunten Tierplastiken, die ebenfalls ägyptisch inspiriert waren.