Schulleben

Aus der BuS-Phase 2021/22

Berufs- und Studienorientierungsphase der Q11

Endlich ist es soweit, mein Abitur ist bestanden und meine Schulzeit beendet. Jetzt kann das Leben erst richtig losgehen! Aber wie geht es jetzt eigentlich weiter?

Damit es gar nicht erst zu so einer verzwickten Situation kommt, wird in der elften Klasse mit der sogenannten „Berufs- und Studienorientierungsphase“ vorgesorgt.

Die Entscheidung, welchen beruflichen Weg ein junger Mensch später einschlagen wird, ist womöglich eine der wichtigsten und von sehr großer Bedeutung. Sie bestimmt nicht nur den beruflichen Werdegang, sondern auch den persönlichen Lebensweg jedes Einzelnen. Eine frühzeitige Orientierung im Hinblick auf mögliche eigene Interessen und Neigungen sowie Bildungs- und Ausbildungswege unterstützt diese Entscheidung.

Ziel der Berufs- und Studienorientierung ist es, den Übergang von Schule in das Arbeitsleben zu erleichtern und die SchülerInnen bestmöglich auf die Zeit nach ihrem Abschluss vorzubereiten. Wichtig ist dabei auch, welche Wünsche die Schüler hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft haben, aber auch welche Fähigkeiten und Stärken sie mitbringen müssen um diese Wünsche erfolgreich zu realisieren.

Angefangen mit einer ersten Vollversammlung wurden die SchülerInnen mit Broschüren, Heften und Informationen zu verschiedensten Berufen und Studiengängen ausgestattet. Dabei hatten sie die Möglichkeit die Vielzahl von unterschiedlichen Karrierewegen kennenzulernen. Mit einem Online-Test bei der Bundesagentur für Arbeit wurden die persönlichen Interessen und Stärken geprüft, um am Ende die passende Weiterbildungsmöglichkeit zu finden.

Durch verschieden aufgeteilte Kleingruppen konnten die SchülerInnen sich auf ein bestimmtes Berufsfeld spezialisieren und einen Beruf genauer kennenlernen. Offene Fragen wie, welche Voraussetzungen ich für diesen Beruf brauche oder ob es einen bestimmten NC für das Studium gibt, wurden somit beantwortet. Eine große Hilfe waren hierbei auch die externen Partner, die den SchülerInnen bei einem Interview ebenfalls wichtige Fragen aus eigenen Erfahrungen beantworten konnten. Zusammen suchten die verschiedenen Gruppenmitglieder Informationen zum Studium, Gehalt etc. zum jeweiligen Beruf heraus. Am Ende der sogenannten BuS-Phase hat jede Gruppe eine kurze Präsentation über die Vorstellung des Berufs gehalten, auf welche mit einem Workshop über „den perfekten Vortrag“ am Anfang des Schuljahres vorbereitet wurde.

Passend zum Einstieg in die Berufswelt gab es weitere Workshops, welche einem helfen sich richtig zu bewerben und sich perfekt auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Gehalten wurden diese von Walraven, BAUR und AOK, die den SchülerInnen eine sehr große Hilfe waren und durch Freundlichkeit und große Mühe die wichtigsten Punkte verdeutlichten konnten.

Abgeschlossen wurde die Berufs- und Studienorientierungsphase mit einem Hochschulinformationstag der Universität Bayreuth, an dem verschiedene Studiengänge vorgestellt wurden. Durch Probevorlesungen verschiedener Dozenten, bekamen die SchülerInnen einen Einblick in den Universitätsalltag.

Alisa Werner Q11

 

Emily Werner, Q11

Bericht „Der perfekte Vortrag“

von Julia Kamleiter am 29.09.21

Die Nervosität und Unruhe vor einem wichtigen Vortrag oder Referat hat sicherlich jeder in seiner bisherigen Schullaufbahn mindestens einmal erlebt und auch eine schlechtere Notengebung trotz langer Übung und Vorbereitung ist bei der einen oder anderen Präsentation schonmal vorgekommen. Aber wie schaffe ich es trotz meiner Nervosität sicher und ruhig aufzutreten? Und was muss ich bei der Vorbereitung beachten?

Das sind unter anderem Fragen, die Julia Kamleiter der Q11 durch viele Ratschläge und Hinweise für einen „perfekten Vortrag“ beantwortete, als sie uns am 29.09.21 im RWG besuchte.

Sie lehrte uns sogenanntes „sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit“ und gab uns viele Tipps und Tricks, die vor allem in der restlichen Schulzeit, aber auch im Studium oder weiteren Arbeitsweg, sehr hilfreich sein können. Indem sie uns anfangs selbst die Fehler demonstrierte, die oft ganz unbewusst gemacht werden, aber sehr viel Einfluss auf die Wirkung des Referats oder Vortrags haben, konnten wir die Sichtweise des Betrachters direkt besser verstehen.

Allerdings sind nicht nur Gestik und Mimik wichtig für eine gelungene Präsentation, sondern auch die Vorbereitung, wie z.B. das richtige Outfit oder die richtige Position und Raumaufteilung. Oft sind es genau die Kleinigkeiten, wie eine gebeugte Körperhaltung oder gekreuzte Beine, die den Referenten sofort nervös und automatisch weniger vorbereitet wirken lassen.

Zusammengefasst war es ein sehr gelungener Vortag von Julia Kamleiter, der sowohl spannend als auch aufregend gestaltet war und damit auch noch lange im Gedächtnis bleibt. Das nächste Mal, wenn wieder ein Vortrag ansteht, kann man sich sofort wieder an die Übungen und Ratschläge zurückerinnern, was automatisch das präsentieren erleichtert und zudem für ein qualifiziertes Auftreten sorgt.

 

Assessment Center Workshop mit der AOK

Am 22.12.2021 hatten wir im Rahmen der Berufs- und Studienwahlphase einen Workshop zum Thema Assessment Center bei der AOK. Dort erklärte uns Aida Fuchs, die Workshopleiterin, nach einer kurzen Begrüßung was ein Assessment Center ist. Dieses ist ein Auswahlverfahren, um zu entscheiden, ob der Bewerber für eine Stelle geeignet ist oder nicht.
Danach wurden Schülerinnen oder Schüler zufällig aus dem Publikum aufgefordert an die Tafel zu kommen und wurden mit möglichen Assessment Center Aufgaben konfrontiert. So musste ein Schüler beispielsweise seinen Lebenslauf anhand eines Zeitstrahls vorstellen. Daraufhin hat uns Frau Fuchs Tipps gegeben, wie man solche Aufgaben meistern kann bzw. wie wir uns darauf vorbereiten können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war, dass es keine falschen oder richtigen Antworten gibt, sondern, dass die Unternehmen mit diesem Procedere die persönlichen Stärken und Schwächen des Bewerbers analysieren möchten, um danach einschätzen zu können für welche Bereiche eines Unternehmens man geeignet ist. So kann der Arbeitsgeber fragen, was dein Lieblingsort oder was deine persönlichen Hobbys sind. Aber relevant ist nicht der Inhalt der Antworten, sondern wie man darauf reagiert. Weil die Unternehmen dadurch herausfinden können was für ein Typ Mensch man ist.

Anschließend haben wir einen Einstellungstest bearbeitet, für den wir nur wenig Zeit hatten. Hierbei sollte die Belastung der Bewerberinnen und Bewerber in einer Stresssituation geprüft werden.

Als nächstes haben wir den weiteren Ablauf eines Assessment Centers besprochen und uns kurz weitere Aufgabenfelder wie die Gruppendiskussion, das Rollenspiel und die Einzelinterviews angeschaut. Frau Fuchs demonstrierte uns wie man auf gewisse Fragen bzw. Situationen reagieren sollte. So hatten wir im Rollenspiel die Situation, dass ein Schüler ein Shampoo an einen Mann mit Glatze verkaufen musste.

Abschließend kann man sagen, dass wir unser neu erlerntes Wissen in Zukunft bestimmt gewinnbringend einsetzen können. Herzlichen Dank an Frau Fuchs für einen sehr gelungenen Workshop.

Andrej Overko, Q11

 

Praxis-Workshop mit der Firma Walraven:
„Wie bewerbe ich mich richtig?“

Am Mittwoch, dem 26. Januar 2022 nahmen wir – die Gruppe von Frau Schmidt – im Rahmen unserer Berufs- und Studienorientierungsphase (BuS-Phase) an einem Workshop der Firma Walraven teil, den es in dieser Form bereits seit 2013 am RWG gibt.
Geleitet wurde dieser Workshop vom Leiter Marketing & Kommunikation des Unternehmens, Herrn Rösch.

Zu Beginn wurde uns das Unternehmen mit Hilfe von kurzen Videos und Präsentationen genauer vorgestellt. Wir erhielten interessante Informationen, unter anderem über die deutschlandweit einzige Niederlassung am Standort Bayreuth. Weltweit beschäftigt Walraven über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das zentrale Thema des Workshops bildete die Frage nach einer optimalen Bewerbung. Von Herrn Rösch erhielten wir hierzu zunächst zwei völlig unterschiedliche Bewerbungen, die wir gemeinsam nach Stärken und Schwächen analysierten. Er gab uns im Anschluss dazu einen groben Überblick über die Anforderungen und die notwendigen Inhalte. Entscheidend sei dabei vor allem, dass man sich im Vorfeld über den potentiellen Arbeitgeber oder Ausbildungsbetrieb umfassend informiert, z. B. durch einen Besuch der Unternehmenshomepage im Internet. Außerdem ging er auf die verschiedenen Varianten für die Übermittlung der Bewerbung ein und beantwortete unsere zahlreichen Fragen.
Für den Erfolg einer Bewerbung komme es nach Herrn Rösch vor allem auf folgende Faktoren an: Seriosität, Kreativität und Stimmigkeit.
Mein Fazit zu diesem Nachmittag mit einem Thema, zu dem die meisten von uns bislang keine eigenen Erfahrungen aufweisen konnten, ist sehr positiv. Wir erhielten einen aufschlussreichen Einblick in ein international agierendes Unternehmen und hilfreiche Tipps. An unsere erste eigene Bewerbung werden wir daher vorbereitet und mit einem Gefühl der Sicherheit herangehen.

Ben Roschlau, Q11

 

Bericht über den digitalen Informationstag der Universität Bayreuth

Was soll man nach dem Abitur machen? Diese Frage soll in der Berufs- und Studienorientierungsphase beantwortet werden. Im ersten Halbjahr der Oberstufe beschäftigen sich alle Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse mit dem Thema, welchen Beruf sie nach der Schule erlernen möchten. Dafür wurden verschiedene Workshops und Veranstaltungen besucht und jeder musste sich mit einem selbstgewählten Beruf intensiv auseinandersetzen.

Eine dieser Veranstaltungen war der digitale Informationstag der Universität Bayreuth, welcher am 19. Februar 2022 stattgefunden hat.
Es gab eine sehr große Auswahl an Online-Vorstellungen, YouTube Videos oder Probevorlesungen über die verschiedenen Studiengänge der Universität. In der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr fanden 45-minütige Vorstellungen statt und man konnte jederzeit den Veranstalterinnen Frau Dr. Annelie Schmidt, Frau Andrea Kreuzer und Frau Katja Schnürer Fragen stellen. Ebenso haben Studenten davon berichtet, wie es ist in Bayreuth zu studieren und zu leben. Man bekam auch Einblicke in die Mensa und die Bibliothek. Da wir die Universität leider nicht besuchen konnten, wurde in den meisten Vorstellungen zuerst der Campus gezeigt. Wir sollten uns mindestens drei Vorstellungen aussuchen, an welchen man teilnehmen wollte. Dies fand ich persönlich sehr gut, da man je nach Interesse entscheiden konnte, was man sich ansehen und -hören wollte. Die Dozentinnen und Dozenten hatten für den jeweilig zuständigen Studiengang eine PowerPoint Präsentation vorbereitet, welche sehr übersichtlich und mit ansprechenden Bildern versehen waren. Alle Erklärungen waren gut verständlich und man konnte jederzeit Fragen in den Chat stellen oder nach der Vorstellung nochmals persönlich mit den Dozentinnen und Dozenten reden.

Insgesamt fand ich es sehr schade, dass der Informationstag nicht in Präsenz stattfinden konnte. Aber es wurden sehr gute Alternativen gefunden und die Vorstellungen waren sehr interessant und informativ. Für viele, die nicht in Bayreuth wohnen, war es eine gute Möglichkeit die Universität auf diesem Weg kennen zu lernen. Somit konnte man ohne großen Aufwand Informationen über Studiengänge herausfinden, welche man vorher nicht beachtet bzw. von denen man vorher noch gar nichts gehört hatte.

Carolin Reiß, Q11