Schulleben

‚LdL‘ – Teil 1: Gestaltung von Lapbooks zum Thema Balladen

Die Brück am Tay 1

Den ersten Teil unserer Reihe ‚Lernen [d]trotz Lockdown‘ bildet ein Projekt, das im Unterricht der 8. Jahrgangsstufe durchgeführt wurde:

Die Unterrichtssequenz war derart aufgebaut, dass die Schüler/innen integrativ an die Schreibform des Informierens bzw. Wiedergebens des Inhalts von literarischen Texten herangeführt wurden. Die Klasse 8c betätigte sich im Unterricht von Frau Heberle dabei künstlerisch-kreativ, indem sie anhand einer exemplarischen Ballade (hier Theodor Fontanes „John Maynard“) die einzelnen Strophen grafisch in einer ‚Bildergeschichte‘ darstellte. So konnte den Schüler/innen die Bedeutung einzelner für die Zusammenfassung von (nicht nur) literarischen Texten wichtigen Sinnabschnitte plausibel gemacht werden; die Klasse befasste sich zudem mit den Merkmalen der von Goethe als „Ur-Ei der Dichtung“ bezeichneten Ballade mit ihrer Verquickung von lyrischen, dramatischen und epischen Elementen.

Die informierende Schreibform des Zusammenfassens von Texten wurde nicht nur durch das eigenständige Verfassen weiterer Inhaltsangaben zu ausgewählten Balladen in Gruppenarbeit vertieft; die Schüler/innen sollten zudem ein Lapbook zu ihrer bearbeiteten Textgrundlage erstellen – Letzteres war v.a. in der Phase des Distanz- bzw. Wechselunterrichts ideal zu bewerkstelligen! Zur Auswahl standen dabei u.a. Goethes „Der Zauberlehrling“, Fontanes „Die Brück` am Tay“, , Kästners „Der Handstand auf der Loreley“ oder Fühmanns „Lob des Ungehorsams“.

Ein Lapbook ist ein Buch, das auf dem Schoß gehalten werden kann (engl. lap = Schoß). Bei diesem „Buch“ handelt es sich um eine mehrfach aufklappbare Mappe, in die kleine Klappkarten, Taschen, Faltbücher und Umschläge integriert sind. Darin befinden sich zeichnerisch und schriftlich dargestellte Erkenntnisse zu einem bestimmten Thema.

Im Sinne der Schulaufgabenvorbereitung (Zusammenfassung von literarischen Texten) einerseits sowie der künstlerisch-kreativen Erschließung der Balladen andererseits waren neben ‚technischen‘ Aspekten zu Gattung, Inhalt und Sprache ebenso ästhetische Gestaltungsprinzipien gefordert: Die Schüler/innen konnten beispielsweise eine Art Comic-Strip der Ballade erstellen und/oder dem Inhalt des Textes als Zeitungsartikel verfassen; es war zudem die grafische Aufbereitung einer Personenkonstellation gefordert, die das Verhältnis der Figuren zueinander beleuchtet.

Und schließlich sollte auch die eigene Meinungsbildung nicht zu kurz kommen, indem die Deutschlehrerin eine persönliche Stellungnahme zu dem/der in der Ballade behandelten Thema/Problematik forderte – eine insgesamt ambitionierte Aufgabe, welche die Schüler/innen aber mit großem Engagement meisterten. Somit konnten sich auch die Ergebnisse des Distanzunterrichts und die Präsentationen im Homeschooling mehr als sehen lassen!

S. Track / C. Heberle – mit tatkräftiger Unterstützung der Schüler/innen der Klasse 8c