Schulleben

Vorlesetag

Vorlesen will gelernt sein…Unterstufenschüler/innen am RWG üben sich in der besten (Vor)lesetechnik

‚Ohren auf!‘ hieß es am bundesweiten Vorlesetag, der jährlich auf Initiative der Stiftung Lesen, der ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung am dritten Freitag im November veranstaltet wird. Mit angemeldet über die offizielle Homepage des Vorlesetages fanden sich – ganz traditionell –  auch in diesem Jahr wieder die 5. und 6. Klassen am RWG: Ausgangspunkt für die gemeinsame Vorlese-Aktion war dabei zu­nächst der Deutsch­unterricht, sofern dieser an dem Tag in einer Stunde in den Klassen stattfand; ggf. konnte auch auf das Fach Englisch (fremdsprachige Texte eignen sich genauso zum Vorlesen!) oder aber Geographie zurückgegriffen werden.
Das Themenspektrum der ausgewählten Bücher war dabei sehr vielfältig, genauso wie die Wahl des geeigneten Vorleseortes…
Das Motto des diesjährigen Vorlesetages, „Europa und die Welt“ führte die Zuhörer einmal rund um den Globus, was die – hier nur exemplarisch genannte –  Auswahl der Buchtexte belegt: Vorgelesen wurde u.a. aus dem Buch „Rise up“, einem Sachbuch über Jugendliche, die Besonderes geleistet haben, z.B. ein Mädchen, das einen Flugzeugabsturz im peruanischen Regenwald als einzige überlebte… oder über Pelé, den Weltfußballer, dessen Karriere bereits in jungen Jahren begann… oder über den 16jährigen Erfinder der Braille-Schrift, dessen geniale Erfindung von 1825 heute noch benutzt wird.

Ebenfalls in die Vergangenheit, nämlich ins Jahr 1872, hatte die Klasse 5c zurückgeblickt, die sich mit der Lektüre von Jule Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ auf eine schier unglaubliche und heutzutage kaum mehr vorstellbare Zeitreise begab, in der auf Automobil- und Flugzeugverkehr gänzlich verzichtet werden musste!
Erneut in ‚andere Welten‘ versetzt fand man die Schüler/innen der Klasse 5d vor, welche nicht nur in eine Erzählung zum Mitmachen vertieft waren, sondern auch die Geschichte zweier Aliens anhören, die am 24. Dezember auf der Erde landen und mitten in einen Weihnachtsmarkt geraten.

Die Klasse 6c war ebenfalls auf einer Reise in die Welt Phantasiens unterwegs: Vor dem Hintergrund des bald anstehenden Vorlesewettbewerbs lasen einige Schüler/innen vor dem Publikum ihrer Mitschüler/innen u.a. aus dem Werk von Michael Ende.

Das Eintauchen in wundersame und den Zuhörer fesselnde Buchwelten trug die Klasse 6d u.a. bis nach Spanien – ein Märchen, in dem es um zauberhafte Feigen ging, bot schließlich sogar Anlass zu einer kleinen kulinarischen Kostprobe (selbstverständlich coronakonform einzeln verpackt!).
Trotz verschärfter Hygienebedingungen waren die Deutschlehrer/innen zudem äußerst findig, was die Wahl eines geeigneten Leseumfeldes betraf: Vielfach wurde kurzerhand das Klassenzimmer zur spannenden ‚Lesebühne‘ umfunktioniert; die Aula des RWG hatten die Klasse 5b als passenden Leseort auserkoren, um hier die ausgewählten Bücher ganz besonders in Szene setzen zu können oder aber den Klassenkameraden beim Vorlesen lauschen zu können. So bekamen die Schüler/innen viele Eindrücke aus den aktuellen Lieblingsbüchern ihrer Mitschüler.

An anderer Stelle stand man wiederum vor der Herausforderung, wie man ‚Daheimgeblieben‘ mit am Geschehen teilnehmen lassen konnte – dank Online-Konferenzsystem Jitsi stellte dies mittlerweile auch keinerlei Schwierigkeiten mehr dar und per Video-Schaltung wurde live aus dem Klassenzimmer der 5e übertragen. 😀

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Unterstufenschüler/innen in allen Klassen mit Eifer bei der Sache waren – denn nicht nur die wirkungsvolle Darbietung von Lesetexten erfordert gezielte Übung, auch aktives Zuhören will ordentlich gelernt sein – denn nur so kann ein unverwechselbares Miteinander sowie ein tolles Gemeinschaftserlebnis entstehen, wie es an diesem Vormittag in allen (Klassen)Räumen deutlich zu spüren war!

S. Track (für die Fachschaft Deutsch)