Schulleben

Assessment Center in der AOK

Ein Workshop zum Thema Assessment Center fand für unsere Schüler in der AOK statt. Am Anfang hat sich die Leiterin des Workshops, Frau Marton, zufällig Schüler ausgewählt und sie mit möglichen Aufgaben aus dem Assessment Center konfrontiert. Zum Beispiel sollte sich ein Mitschüler eine Minute lang vorstellen, was sich zwar leicht anhört, sich aber in der Praxis als gar nicht so einfach erwies. Nach den Übungen hat sie uns Tipps gegeben, wie wir die Aufgaben am besten lösen können. In diesem Fall hat sie uns geraten, unseren Lebenslauf (den wir einer Bewerbung beifügen) im Hinterkopf zu behalten, damit wir uns daran orientieren können. Somit kann man auch eine Minute mit Informationen füllen und vermeiden, dass einem zu früh die Ideen ausgehen.

Außerdem riet Frau Marton uns, dass wir uns bei jeder Aufgabe, die wir gestellt bekommen, fragen, was der Arbeitgeber mit dieser Aufgabe von einem möchte. So interessiert es den Arbeitgeber zum Beispiel bei der Frage „Welche Reise war die beste in deinem Leben?“ nicht vorrangig, wo man gewesen ist, sondern vielmehr, wie man seine Antwort präsentiert (begeistert oder eher gelangweilt), was einem in dem Land aufgefallen ist und in welchem Maße man sich mit der Kultur und den Menschen auseinandergesetzt hat. Für den Fall, dass man noch nicht in ein anderes Land gereist ist, kann man auch davon berichten, welches Land einen in der Zukunft interessieren würde und warum.

Danach hat uns Frau Marton einen Plan mit einem möglichen Ablauf eines Assessment Centers ausgeteilt, gefolgt von einem Einstellungs-Test, den wir jede(r) für sich ausgefüllt haben. Die Fragen aus den Bereichen Allgemeinwissen, Mathematik, Sprachverständnis Fremdsprache, Konzentration und Gedächtnis brachten uns vor allem durch den Zeitdruck ganz schön ins Schwitzen, so dass wir uns nun gut vorstellen können, dass dieser Test vorrangig dem Zweck dient, Kandidaten „auszusieben“. Nach der Verbesserung des Tests wurden die Aspekte genannt, welche bei einem Assessment Center beurteilt werden: Kommunikation und Kontaktverhalten, systematisches Denken und Handeln, Initiative und Eigenständigkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Belastbarkeit bzw. Stress-verhalten.

Um zu prüfen, wie es um uns bezüglich dieser Kriterien bestellt ist, hat sich Frau Marton erneut zufällig einen Mitschüler ausgesucht, welcher die Aufgabe „Rollenspiel“ bekam. Er war ein Mitarbeiter aus einem Drogeriemarkt und musste Frau Marton als Kundin beraten. Nach der Aufgabe haben wir alle gemeinsam wieder diskutiert, was wir anders gemacht hätten und im Anschluss auch Tipps für die bestmögliche Bewältigung der Aufgabe von Frau Marton erhalten. Somit neigte sich unser Workshop dem Ende zu und wir gingen alle mit interessanten Erfahrungen nach Hause, die uns bei einer Einladung zu einem Assessment Center bestimmt hilfreich sein werden.

Gülse Cetiner, Q11