Schulleben

Das RWG – ohne Rassismus, aber mit Courage

Das RWG steht gegen den Rassismus und für Zivilcourage

Das RWG gehört dazu – in der Aula die lang erwartete Titelverleihungsfeier des RWG zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt, bei der die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe in ihrer Funktion als Patin dieses Projektes persönlich ein Grußwort sprach. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir sie als Alumni des RWG für dieses Amt gewinnen konnten.

Oberbürgermeisterin Brigitte merk-Erbe ist die RWG-Patin des Projekts.

Voraussetzung für die Anerkennung einer Schule als „Schule ohne Rassismus“ ist, dass mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten sich mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen. Die drei Punkte der Selbstverpflichtung, die freiwillig erfolgen muss und persönlich unterschrieben wird, lauten:

  • Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  • Wenn an meiner Schule Gewalt oder diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
  • Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Schulleiterin Ursula Graf wies auf die Bedeutung des Projekts hin.

Die Schulleiterin Ursula Graf wies in ihrer Eröffnungsrede daraufhin, dass am RWG 689 Mitglieder der Schulgemeinschaft, das sind 87 Prozent, diese Grundsätze unterschrieben haben, was ein insgesamt sehr gutes Ergebnis darstellt. Sie ging auch darauf ein, dass die Prinzipien des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am RWG schon seit langer Zeit praktiziert und gelebt würden, es aber in der heutigen Zeit, in der es immer wieder zu rassistischen Vorfällen in der Öffentlichkeit kommt, mehr denn je nötig sei, aktiv ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, was das RWG mit der Teilnahme am Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nun tue.

Maria Herrmann-Maier rief dazu auf, sich gegen jede Form der Diskriminierung einzusetzen.

Ähnlich formulierte es auch die Projektkoordinatorin Maria Herrmann-Maier, die in ihrer Rede auch betonte, dass es wichtig sei, dass die SchülerInnen sich aktiv und mutig gegen Diskriminierung jeglicher Art einsetzen sollten und nicht wegschauen oder weghören dürften, wenn solche Vorfälle am RWG vorkämen.

Kamuran Feger sprach für die Schülerschaft.

Der Aufnahmeantrag zu dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde von den Schülersprechern auf den Weg gebracht. Kamuran Frager sprach für diesen Kreis und stellte heraus, dass die Organisation der Umfrage recht aufwendig und zeitintensiv war und nun schon Planungen für das Jahresprojekt der Schule in Gange seien. So kamen die Klassensprecher und die SMV auf die Idee, ein „Fest der Nationen“ oder ein Konzert gegen rechts sowie ein Sportturnier mit Flüchtlingen noch in diesem Schuljahr zu organisieren.

Swantje Rüschen stellte das Projket „Juniorwahl 2018“ vor.

Als Nächstes stellte Swantje Rüschen aus der Klasse 10a das Projekt „Juniorwahl 2018“ vor, das schon seit Schuljahresbeginn am RWG stattfindet, das „größte Schülerprojekt Bayerns“ darstelle und seinen Höhepunkt bei der Landtagswahl am 10. Oktober findet: Fast 400 Schüler und Schülerinnen werden die Landtagswahl simulieren und schulintern Wahlzettel ausfüllen, die dann ausgezählt werden. Ziel ist dabei, die Schüler zu aktiver Teilnahme an der Demokratie zu motivieren.

Viel Applaus bekam die Theatergruppe der 10. Klassen unter der Leitung von Frau Guder-Späth, die eine Szene frei nach „Faust“, in der es um Mobbing ging, vorspielte und mit ihrer realistischen und überzeugenden Darstellung das Thema schülernah präsentierte.

Zwischen den Reden wurden die Zuschauer, alle 10.Klassen, alle Klassensprecher und die Ehrengäste mit herausragenden Musikdarbietungen unterhalten. So spielte das Instrumentalensemble souverän unter der Leitung und Helmut Mehling ein Stück von C.F. Witt. Nike Hellbach aus der Q11 sang „The Spirits of the Air“ von H. Purcell und riss wie ihr Mitschüler Jannis Wachs aus der Q12, der „Wahrheit“ von J. Steinman präsentierte, durch ihre professionelle und perfekte Darbietung das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.

Sabine Gerstner ist die Projektkoodinatorin für ‚Oberfranken.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung der Titelverleihungsurkunde durch die Regionalkoordinatorin von Oberfranken, Sabine Gerstner, die sich, wie sie sagte, ganz besonders darüber freute, den Beteiligten die Urkunde zu überreichen, da sie selber Schülerin am RWG war.

Lust am Singen bewies die gesamte Zuhörerschaft am Ende der Veranstaltung, als alle das Europalied „Freude schöner Götterfunken“ von L.V. Beethoven schmetterten.
Moderiert wurde die gesamte Feier sehr charmant von Fiona Pondor aus der 10c, die auch als Schülersprecherin aktiv an dem Projekt beteiligt ist.

zum Abschluss gab es für alle einen Imbiss.

Zum Abschluss gab es für die Ehrengäste und alle aktiv Beteiligten leckere Häppchen, die die Schülerinnen der Catering-AG von Frau Hupe uns beim Sektempfang formvollendet servierten und in Rekordzeit aufgegessen waren.

Herzlichen Dank allen Beteiligten für die tolle Feier und hier besonders auch an Florian Mehling, der in Doppelfunktion den musikalischen Teil und die Technik wie immer souverän betreute.

Maria Herrmann-Maier