Schulleben

Helfen, wenn die Seele krank ist

Zum Seminar gehörten auch praktische Übungen im Umgang mit anderen.

In Zusammenarbeit mit dem Verein AKP (Angehörige psychisch Kranker) fand für die SchülerInnen der 9. Klassen im sozialwissenschaftlichen Zweig ein Projekttag zum Thema „Angst – Depression – Sucht“ statt.

Die Schülerinnen und Schüler lernten an diesem Vormittag, der unter dem Thema „Verrückt – na und?“ stand, viele interessante Dinge über psychische Erkrankungen. Im ersten Teil fand eine Einführung in das Thema statt. Dabei beantworteten die Schüler zunächst die Fragen „Was ist normal?“ bzw. „Was ist verrückt?“, wobei sehr unterschiedliche Ergebnisse herauskamen.

Dann zeigten uns die beiden Referentinnen, die im Namen des Verein APK diesen Projekttag mit uns durchführten, eine Power-Point-Präsentation über die Definitionen von „normal“ und „psychisch krank“. Danach beantworteten wir die Frage, welche unserer Eigenschaften wir auf eine Reise mitnehmen und welche wir zu Hause lassen würden.

Im Anschluss daran machten wir eine Übung, bei der jede/jeder einem Klassenkameraden jeweils eine positive und negative Eigenschaft zuordnen sollte. Nun wurden uns noch einige interessante Zahlen zum Thema „psychische Erkrankungen“ präsentiert, wie z.B. dass jeder Dritte im Laufe seines Lebens einmal von einer psychischen Erkrankung betroffen ist. Nach einer 15-minütigen Pause gingen wir frisch gestärkt in den zweiten Teil des Projektes, der aus Gruppenarbeit bestand.

Nachdem in den Gruppen etwa eine Stunde lang über Themen wie Umgang mit Gefühlen, Selbstempfindung und seelische Gesundheit diskutiert wurde, legten wir erneut eine kurze Pause ein. Anschließend besprachen wir alle zusammen die Ergebnisse der einzelnen Kleingruppen. Im letzten Teil der Veranstaltung erzählte eine der beiden Damen ihre persönliche Krankheitsgeschichte und beantwortete unsere Fragen dazu. Zum Abschluss gab dann jeder seine persönliche Rückmeldung zu diesem wirklich sehr lehrreichen und spannenden Projekttag.

Wir würden uns freuen, wenn wir ähnliche Projekte auch in Zukunft an unserer Schule durchführen könnten.

Lisda Schulz und Michelle Borowsky, 9b