Schulleben

So war’s beim Aktionstag

Viele Schüler aus den vierten Klassen wollten am RWG ausprobieren, was in ihnen steckt.

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„Entdecke, was in dir steckt,“ war das Motto des bunten Aktionstages, zum dem das RWG die Viertklässler aus der Stadt und dem Landkreis Bayreuth eingeladen hatte.

Den Tag nutzten viele Schülerinnen und Schüler, um ihr Talent zu erkunden. Schließlich ist es so, dass jeder etwas kann: Vielleicht kann der oder die eine gut Fußball oder gut Flöte spielen, vielleicht ist es so, dass er oder sie gerne tanzt oder Zusammenhänge erforscht – jedes Kind hat sein eigenes Potenzial, und das konnte beim Aktionstag erkundet werden. Dafür waren fünf Workshops vorbereitet worden, denen sich die Kinder anschließen konnten. [mehr zu den fünf Profilschwerpunkten…]

Pünktlich standen dafür am Nachmittag in der Turnhalle die Tutoren bereit – größere Schüler des RWG -, die bunte Schilder mit den Themen der Workshops in die Luft hielten. Um sie konnten sich die Grundschulgäste scharen: „Experimentieren und Forschen“ gab es da zu lesen, „Sport“, „Theater“, „Kochen – Basteln – Nähen“ und „Musik und Tanz“. Unser Schul-Ritchie-Maskottchen zwinkerte verstohlen von den bunten Schildern den Schülern entgegen, um sie – zusammen mit Schulleiterin Ursula Graf – am RWG willkommen zu heißen.

Beim Experimentieren ging es zu wie im richtigen Labor.

Dann ging es ab in die Workshops. Die Schülerinnen und Schüler zeigten wenig Scheu und folgten brav den Tutoren zu den jeweiligen Stationen. Beim „Experimentieren und Forschen“ ging es zu wie im echten Labor – und ein bisschen roch es auch so. Natürlich hatten alle ihre Schutzbrillen auf, denn man weiß ja nie.

Die kleinen Forscher beteiligen sich eifrig an den Experimenten.

Zu untersuchen gab es wirklich spannende Dinge: Wie kommt man gegen Sodbrennen an?, hieß eine Fragestellung. Und wie isoliert man DNA aus Erdbeeren? Was passiert eigentlich mit einem Schokokuss, wenn man ihn ins Vakuum steckt? (Richtig – er bläht sich auf, bevor er nach dem Versuch im Mund des Experimentators verschwinden kann…). Wie kann man Rosinen zum Tanzen bringen und wie alle möglichen Sachen veranlassen, in Wasserflaschen zu schwimmen, zu schweben oder gar zu sinken? Das alles konnte erkundet werden.

Die große Kletternwand in unserer Turnhalle ist eine schöne Herausforderung.

Bei den Sportlern ging es um ganz anderes: Natürlich war die Kletterwand der große Renner, denn es ist schon eine Herausforderung, sich bis unter das Dach der Turnhalle an den bunten Griffelementen hochzuhangeln. Die RWG-Kletterer hatten an den Sicherungsseilen alles fest im Griff, und so konnte jeder oder jede an den Routen seine Kraft, seine Geschicklichkeit und seinen Mut erproben, während andere lieber Parkours-Übungen ausprobierten.

Was gibt es Schöneres, als sich phantasievoll zu verkleiden und in neue Rollen zu schlüpfen?

Unsere Schulaula war die Welt des Theaters. Der reichhaltige Kostümfundus unserer zahlreichen Theater-AGs lud dazu ein, sich zu verkleiden, um in neue Rollen zu schlüpfen. Wie wäre es mit einem schicken weißen Brautkleidchen mit elegantem Sonnenschirm? Oder als Sherlock Holmes mit englischer Melone, brauner Jacke und Lupe zu Spurensicherung? Natürlich konnte man sich auch flugs in einen Zauberer verwandeln oder eine Prinzessin aus dem Orient oder aus den vorhandenen Kostümen ein eigenes Phantasieoutfit gestalten.

Das Arbeiten mit der Nähmaschine ist eine tolle Sache, die nicht jeder kann.

Hochbetrieb herrschte auch in der Schulküche und in der Bastel- und Nähabteilung. Mit den Händen etwas Kreatives zu schaffen, ist ebenfalls ein Talent, das der eine hat, obwohl es vielleicht dem anderen fehlt. Geduld und Fingerspitzengefühl bedurfte es, um aus kleinen Stoffflicken bunte Handy-Taschen herzustellen. Das geht am besten mit einer Nähmaschine und jeder konnte im Workshop einmal testen, wie das geht. Kleine Blümchen und Perlenapplikationen sorgen auf den Täschchen für den nötigen Schick. So etwas hat nicht jeder!

Die RWG-Schüler halfen den Grundschülern beim Ausprobieren der Rezepte.

In der Küche wurde eifrig gerührt, denn es lagen allerlei Rezepte parat, um nachgekocht zu werden. Der Duft der Schulküche hatte schnell neidische Besucher angelockt, denn es lag ein süßer Duft von Crêpes und anderen Köstlichkeiten in der Luft.

Die Grundschulkinder hatten es gleich heraus, wie man einen fetzigen Tanz performt – und das dazu gehörende Lied auch singt.

Für die Musik- und Tanzkids war ein Raum im Mensa-Gebäude reserviert. Hier konnte es, ohne dass es jemand störte, richtig laut werden: Die jungen Gäste von der Grundschule hatten keine Hemmungen, sich zum Rhythmus von fetziger Musik zu bewegen, und so war gleich ein kleiner Tanz einstudiert. „Noch mal…!“, hieß der Wunsch, der wohl am meisten geäußert wurde. Und wenn die Melodie einmal saß, dann konnte man auch gleich mitsingen, wenn einem ein Musiklehrer etwas auf die Sprünge half.

Talente hat jeder – man muss sie nur entdecken und sich dabei helfen lassen.

So konnte bei Aktionstag der entdecken, was in ihm steckt. Jeder hatte die Gelegenheit, an zwei Workshops mitzumachen. Wer gerne auch die anderen Aktivitäten ausprobieren möchte, hat dafür noch bei unserem Schulinfo-Tag am 21. April Gelegenheit. Wer nächstes Jahr ans RWG kommt, soll die Möglichkeit haben, seine Talente weiter auszubauen, denn es soll dafür ein eigenes Unterrichtsprogramm geben.

Ach ja – und was sind eigentlich die Talente der Eltern? Wir werden es nie erfahren. Manche waren der Anregung gefolgt, die Innenstadt zu erkunden, andere der Einladung, sich in der Mensa bei Kaffee und Kuchen niederzulassen, um sich etwas zu unterhalten. Anerkennung verdienen auf alle Fälle die Zeit und die Mühe für die fleißigen Fahrdienste, um die Kinder zu bringen und wieder abzuholen – und das nicht nur für den Aktionstag unserer Schule. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Eltern!