Schulleben

Partnerschule im fernen Afrika

Das PLCC kümmert sich um Mädchen, die auf der Straße lebten.

Das RWG hat mit dem Pangani Lutheran Children’s Centre (PLCC) eine neue Partnerschule: Sie ist im fernen Afrika zu Hause, genauer gesagt in Nairobi in Kenia.

Dass es sich bei Afrika um einen Kontinent handelt, auf dem Armut weit verbreitet ist, ist allgemein bekannt. Viele Kinder leben auf der Straße von der Hand in den Mund. Hier versucht das Pangani Lutheran Children’s Centre zu helfen. Es kümmert sich um Mädchen, die in den Straßen Nairobis leben und betteln. Sie möchte das PLCC zu einer besseren Zukunft führen.

Das Zentrum ist eine sozial-diakonische Einrichtung der Kenya Evangelical Lutheran Church (KELC). Ziel ist es, durch eine ganzheitliche Erziehung die Lebenssituation der Mädchen zu verändern. Konkret bedeutet das, ihnen nicht nur zu einer guten Schulausbildung zu verhelfen, sondern auch Sinnangebote für die gesamte Lebensführung zu geben.

Dabei versucht sie besonders, sich um die Straßenkinder zu kümmern. Die Mädchen sind zwischen 4 und 12 Jahre alt, wenn sie zum PLCC kommen. Vorher waren sie einer endlosen Folge von Übergriffen durch Erwachsene ausgesetzt, die sie eigentlich schützen sollten. Häufig wurden die Mädchen Opfer sexueller Ausbeutung als Gegenleistung für Essen oder Geld. Dabei infizieren sie sich nicht selten mit Geschlechtskrankheiten oder sie werden ungewollt schwanger. Da die Mehrheit der Straßenkinder im Schulalter ist, verlieren sie damit endgültig die Chance zur Schule zu gehen.

Die Schuluniformen machen die Mädchen stolz.

Um an der Lösung dieser Probleme mitzuarbeiten, nimmt das PLCC Mädchen auf, die auf den Straßen Nairobis betteln; also Kinder, die weder eine Schule noch irgendeine andere Bildungseinrichtung besuchen. Die Kinder kommen aus verschiedenen Slums Nairobis. Im PLCC kommen sie in ein völlig anderes Lebensumfeld, zu dem auch die Schulbildung zählt. Sie erhalten tägliche Mahlzeiten und werden medizinisch versorgt. Die Schule kümmert sich um die Mädchen, aber auch der Kontakt zu den früheren Familien soll nicht abreißen.

Dies ist natürlich mit Kosten verbunden. Als gemeinnützige Einrichtung ist das PLCC natürlich auch auf Spendengelder angewiesen: Mit nur 50 Cent könnte man eine Mahlzeit finanzieren, mit 30 Euro eine umfassende medizinische Versorgung. 138 Euro würden reichen, um ein Mädchen ein Jahr lang einen Grundschulbesuch zu ermöglichen.

An der Schule tragen übrigens alle Mädchen Uniform – nicht um die Kosten unnötig zu steigern, sondern um das Zusammengehörigkeits- und Selbstwertgefühl zu fördern. Wer die roten Pullover, blütenweißen Blusen und grünen Röcke trägt, weiß, dass er nicht mehr alleine ist.

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