Schulleben

Lernen, wie man von sich überzeugt

Verschiedenen Bewerbungssituationen wurden ausprobiert

Bei der AOK Bayreuth war eine Schülergruppe von Frau Rüger im Rahmen der Berufs- und Studienorientierungsphase zum einen Assessment Center zu Gast. Seline Schirmer (Q 11) berichtet.

Die Schülerinnen und Schüler betraten gespannt einen Sitzungssaal mit einem großen Stuhlkreis, in dem der Workshop stattfinden sollte. Die Begrüßung der Leiterin des Workshops, Frau Aida Marton, fiel vielleicht etwas anders aus, als wir es erwartet hatten. Zuerst erläuterte sie uns ganz kurz, was ein Assessment Center überhaupt ist, kurz gesagt ein Einschätzungszentrum beziehungsweise ein Eignungstest.

Bisher lief alles noch ganz normal ab, wie auch bei den anderen Workshops, die wir schon besucht hatten, doch dann wurden plötzlich verschiedene Schüler dazu aufgefordert, sich eine Minute lang persönlich vorzustellen. Diese Art von Einstieg in einen Workshop war uns allen neu und jeder war erst einmal überfordert und wusste gar nicht so Recht, was er sagen sollte.

Doch das waren nicht die einzigen Aufgaben, die wir innerhalb des Workshops absolvieren mussten: Einige mussten über gewisse Themen eine Diskussion führen, ihre Höhepunkte im Leben zeichnerisch darstellen, versuchen besonders überzeugend ein Produkt an die Workshop-Leiterin zu verkaufen, ihre Schwächen und Stärken aufzeigen oder aber erklären, warum man für einen Job besonders geeignet ist.

Bei uns Schülern kam natürlich irgendwann die Frage auf, was dies alles genau mit einem Assessment Center zu tun hat. Genau diese Art von Aufgaben ist typisch für ein Auswahlverfahren, welches man in vielen Unternehmen durchlaufen muss, wenn man sich auf einen Job bewirbt. Bei einem solchen Eignungstest muss man sich zusätzlich von anderen Mitbewerbern in der Gruppe positiv hervorheben und nicht nur, wie beim herkömmlichen Vorstellungsgespräch, eine Person von sich überzeugen.

Im Folgenden erklärte uns Frau Marton anhand einer ausführlichen Power-Point Präsentation wie ein Assessment Center abläuft, worauf die Beobachter besonders Wert legen, wie man einen guten Eindruck hinterlässt und von sich überzeugen kann, was alles in einem Assessment Center beurteilt wird und mit welchen Aufgabenstellungen und praktischen Übungen man rechnen muss. Zudem durften wir einen Einstellungstest, der extra für uns von 1,5 Stunden auf 20 Minuten gekürzt wurde, bearbeiten. Dieser beinhaltete die Kategorien Allgemeinwissen, Mathematik, Sprachverständnis, Konzentration und Gedächtnis. Während dieses Testes wurde allen Schülern bewusst, wie anspruchsvoll dieser ist und vor allem wie viel Allgemeinwissen vorausgesetzt wird.

Am Ende des amüsanten und sehr informativen Workshops hatte jeder einen Überblick darüber, welche Erwartungen im späteren Berufsleben an uns herangetragen werden und der ein oder andere wird von nun an vielleicht einige Dinge im Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten und etwas ernster nehmen.
Celine Schirmer, Q11